Reinhard Stier’s Fußball Kolumne

 

Reinhard im Interview mit Hermann Rieger

Liebe Fußballfreunde,

 

wir freuen uns, dass wir unser Fanclub-Mitglied Reinhard dazu gewinnen konnten, diese Kolumne regelmäßig mit Kommentaren zu den Spieltagen zu füllen. Geballter Fußballsachverstand mit dem Herzen eines HSV-Fans sind in ihm vereint. Wir freuen uns auf Reinhard’s Beiträge.

 

Euer Kreativ-Team

 

 

 

21.08.2010

 

 

Hamburger SV

-

Schalke 04

 

Die Kolumne zum Spiel: Alles offen

 

 

Endlich, endlich geht es wieder los. Wie zu jeder Saison wird es wieder die Kritiker geben, die alles nur negativ sehen wollen, aber auch die, die alles nur positiv sehen. Innerhalb einer Saison gibt es zudem bei allen Mannschaften Phasen, in denen nicht viel läuft, aber auch Phasen in denen alles super funktioniert. Klar, alle HSVer hoffen darauf, dass die positive Phase deutlich überwiegt und unsere Mannschaft erfolgreich die Saison abschließt. Wo aber kann man unsere Mannschaft einordnen? Die Meisterschaft ist sicher zu hoch gegriffen. Die Champions League ist meiner Meinung möglich, aber auf Grund der letzten beiden Jahre, in denen unsere Mannschaft in der Entwicklung stehen geblieben ist, nicht unbedingt wahrscheinlich. Die Europa League, muss aber diesmal wieder raus springen, alles andere wäre eine Riesenenttäuschung. Gegen Schalke kann dafür schon ein viel versprechender Anfang gemacht werden. In Bezug auf Neuverpflichtungen haben die Schalker ja ganz schön geklotzt, aber so mancher (Real Madrid) hat die Erfahrung machen müssen, mit Geld kann man nicht unbedingt Erfolge kaufen. Trotzdem muss man Schalke mit zu den Titelaspiranten zählen. Da wir aber zu Hause spielen, gibt es für mich keinen Favoriten. Alles ist offen.

 

 

Gutes Spiel und optimaler Start in die neue Saison. Nach den Anfangsminuten, in denen der HSV die spielbestimmende Mannschaft war, hatte Schalke etwa 30 Min. ein leichtes Übergewicht, ohne jedoch das Tor unserer Mannschaft ernsthaft zu gefährden. Erst in der 29 min. musste Frank Rost mit einer tollen Fußabwehr sein ganzes Können zeigen. Danach nahm unsere Mannschaft das Spiel mehr und mehr in die Hand und hatte bis zur Halbzeit 4-5 gute Möglichkeiten. Einmal musste die Latte nach einem Freistoß von van Nistelrooy die Schalker vor einem Rückstand retten. Nach der Pause ging es zunächst so weiter und schon in der 46 min. gelang uns endlich der Führungstreffer, natürlich von „van the man“. Nachdem Höwedes in der 60. Min. mit einer Ampelkarte vom Platz flog, erspielte sich der HSV in Überzahl viele Chancen, die leider nicht genutzt wurden. Erst Mitte der 2. Hälfte konnte Schalke das Spiel wieder einigermaßen offen gestalten, ohne jedoch ernsthaft für Gefahr vor unserem Tor zu sorgen. Eine Standardsituation brachte dann den für sie glücklichen Ausgleich in der 80.Min. Aber schon 3 min. später schlug Ruud v. Nistelrooy erneut zu, zum 2:1 Endstand.  In den Medien wurde die Schalker Abwehr, letzte Saison noch die beste der Liga, stark kritisiert. Man sollte aber bei aller Journalismusnörgelei nicht vergessen, dass sie nicht gegen Senfgurken von Kühne gespielt haben, sondern gegen Topangreifer wie van Nistelrooy, Petric sowie unsere Supertechniker Elia und Pitroipa. Dieser Angriff kann an guten Tagen jede Abwehr der Welt alt aussehen lassen. Meiner Meinung waren die Schalker auch von Felix Magath schlecht eingestellt. Wenn möglich gingen sie mit 3 Mann auf unseren ballführenden Spieler und dadurch entstanden immer wieder Lücken, wenn der HSV sich durchsetzen konnte. Auch wenn die Spielanteile und der Ballbesitz etwa ausgeglichen waren, auf Grund der vielen heraus gespielten Chancen war der Sieg unserer Mannschaft vollauf verdient und hätte eigentlich noch klarer ausfallen müssen.

 

 

 

 

   Saison 2010/2011  

08.05.2010

 

SV Werder Bremen

-

Hamburger SV

 

Die Kolumne zum Spiel:

Besuch bei der TO Bremen zum Auswärtsspiel

 

 

Mit einem TO-Trupp ging es auch diesmal wieder zum Bundesliga-Finale nach Bremen. Und auch diesmal besuchten wir vor dem Spiel traditionell den christlichen Werder-Fanclub Totale Offensive.

 

Den gemeinsamen Gottesdienst feierten wir diesmal in zentraler Lage in der St. Martinikirche, die einen Steinwurf von der Weser liegt. In Anbetracht der Konkurrenzsituation um den Thron im Norden bedachten wir die biblische Geschichte um David und Jonathan. Beide waren ebenfalls Konkurrenten – auf die Thronfolge von König Saul. Obwohl David das Leben von König Saul rettete, wollte der König David töten lassen. Nur weil der Königssohn Jonathan in eindrucksvoller Weise Partei für David ergriff, ließ sich Saul umstimmen. Obwohl Jonathan und David weiterhin Konkurrenten um den Königsthron blieben, wurden sie gute Freunde.

 

Ziel der deutschlandweiten christlichen Fanclubs der Totalen Offensive ist es ebenfalls, Hass, Gewalt und Feindbilder unter den Fans abzubauen und sich wieder auf den sportlichen Wettbewerb zu konzentrieren, bei dem jede Fanszene ihre Mannschaft begeistert anfeuert und aus Liebe zum Verein bedingungslos zu ihr steht. Insofern passte die Bibelstelle sehr gut.

 

Nach unserem Treffen in der Kirche machten wir noch ein kleines Fotoshooting mit den beiden TO-Bannern auf dem Vorplatz, bevor wir entlang der Weser zum Stadion gingen. Das Spiel war eines der besten HSV-Spiele in der Rückrunde. Für beide Mannschaften ging es um internationale Plätze. Beherzt ging der HSV in die Begegnung und erspielte sich sehr gute Chancen. Auch wenn Werder in der 2. Halbzeit besser wurde, war der späte Ausgleich in der 82. Minuten zum 1:1 durch van Nistelrooy mehr als verdient.

 

Besonders schön war, dass die beiden TO-Banner in jeder Kurve des Stadions gut zu sehen waren. Zwar hat es für die Europa League diesmal nicht gereicht, aber der HSV konnte erhobenen Hauptes die Heimreise antreten.

 

 

(Torsten Hüner)

 

 

 

 

 

25.04.2010

 

 

TSG Hoffenheim

-

Hamburger SV

5

 

1

 

 

 

 

Die Kolumne zum Spiel:

Zu Besuch bei der TO Hoffenheim

 

 

Schon am Sonnabendmorgen fuhren wir zu sechst von der TO Hamburg nach Sinsheim, in Hoffenheim hält nur die S-Bahn. Peter Wiebe, Vorsitzender der TO Hoffenheim, erwartete uns schon am Bahnhof und brachte uns zu unserer Unterkunft in der FriedensHERRberge in Ittlingen, etwa 10 km von Sinsheim.

 

Dort war übrigens schon vor Gründung der TO Hoffenheim, die TO Berlin zu Gast. Nach dem Einchecken machten wir uns auf den Weg ins ca. 30 km entfernte Heidelberg. Auch wenn Heidelberg eine schöne Stadt ist, hatten wir doch alle unser Herz an Hamburg verloren. Was macht man in einer Stadt, die keine Bundesliga zu bieten hat? Man schaut sich das Schloss an, schließlich gibt es da ja auch Tore zusehen. Mit der Heidelberger Bergbahn fuhren wir nach oben und dort gab es nicht nur das Schloss zu bewundern, sondern auch einen wunderschönen Blick auf die Stadt und ihre Umbebung. Irgendwie verlief die Zeit wie im Fluge und nachdem wir noch in der Heidelberger Altstadt essen waren, fuhren wir zurück zu unserer Unterkunft.

 

Am Sonntag nahmen wir am Gottesdienst der FEG Hoffenheim teil, vorab gesagt: die beste Veranstaltung des Tages. Die Gemeinde liegt direkt neben dem alten Trainingscenter der TSG, das jetzt vom Nachwuchs genutzt wird. Gut gestärkt, das brauchte man bei diesem Spiel auch, ging es dann zum Stadion. Bei tollem Wetter fand auch eine Veranstaltung auf dem Rasen der Arena statt, mehr verrate ich aber nicht. Nach Veranstaltungsende wurde ich von einigen netten Menschen der Umgebung getröstet und man wünschte unserer Mannschaft für das Halbfinalspiel gegen Fulham alles Gute. Enttäuscht und müde kamen wir kurz nach Mitternacht wieder in unsere Herzensstadt Hamburg an.     

 

 

 

 

 

 

 

21.03.2010

 

 

Hamburger SV

-

Schalke 04

2

 

2

 

 

 

Die Kolumne zum Spiel:

Wieder mal nach dem Motto: Bloß nicht den Anschluss verlieren!

 

In dieser Saison befanden wir uns bereits einige Male in solcher Situation. Bisher haben wir diese immer gut überstanden. Jetzt gegen Schalke wird es aber wesentlich schwerer. Schalke hat sich unter Felix Magath sehr gut entwickelt, ist Zweiter in der Liga mit Meisterschaftsambitionen. Ging es im Hinspiel für sie noch um einen Europa League Platz, geht es nun um die Meisterschaft. Bevor die Bayern den Titel holen, bin ich fast geneigt zusagen, gebt die Punkte Schalke. Dieses geht natürlich nicht:

- Es ist unsportlich

- Wir brauchen die Punkte aus dem oben genannten Grund selbst.

 

Unsere Mannschaft trat in den letzten Spielen sehr unterschiedlich auf, nach einem guten Spiel gegen Anderlecht folgte eine miserable 2. Halbzeit gegen Leverkusen. Auch in Anderlecht erlebten wir ein Wechselbad der HSV-Gefühle. Was kommt heute? Unsere Mannschaft ist in der Lage, jeden Gegner zu schlagen, nur tun Sie es auch?

                                                                                                                                   

 

Wieder mal weiß man nicht, ob wir jubeln oder weinen sollen? In Halbzeit 1 spielten beide Mannschaften stark sicherheitsbetont, wobei die Schalker leichte Vorteile hatten. Der Ball lief zwar ganz gut durch die Reihen beider Mannschaften, vor dem gegnerischen Tor ereignete sich aber nur wenig. So war das 1:0 für uns auch mehr ein Zufallstreffer. Trochowskis Flatterfreistoß konnte Neuer nur abklatschen und van Nistelrooy war mit der Hacke zur Stelle. Nach der Pause wurde das Spiel dann munterer. Nach ca. 1 Stunde gelang den Schalkern der Ausgleich, und etwas später sogar die Führung, durch einen Foulelfmeter. Zu diesem Zeitpunkt sah es gar nicht gut für unsere Mannschaft aus, aber dem eingewechselten Pitroipa gelang dann doch der Ausgleich. Nun wurde es bis zum Schlusspfiff noch richtig spannend. Beide wollten nun doch unbedingt gewinnen und hatten auch die Chancen dazu. Am Ende blieb es aber beim 2:2, zumindest für diesen Spieltag zu wenig. Schalke hätte mit einem Sieg Tabellenführer werden können, wir hätten den so wichtigen 5. Platz behalten. In den nächsten Spielen sind aber unbedingt wieder Siege erforderlich, damit Platz 5 wieder erreicht wird.

 

 

17.10.2009

 

Hamburger SV

-

Bayer Leverkusen

 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Bis jetzt, das Spiel der Saison!

 

Der Erste gegen den Zweiten ergibt eigentlich ein Topspiel. Bisher war unser letztes Heimspiel gegen Bayern das Highlight, aber die aktuelle Tabelle sagt uns etwas anderes. Bayer hat, wie auch letztes Jahr, eine junge hungrige Mannschaft. Letztes Jahr sind sie in der Rückrunde eingeknickt (ihre Heimspiele mussten sie aber auch wg. Stadionumbau in Düsseldorf austragen), aber inzwischen sind auch sie 1 Jahr gereift. Es wird also nicht einfach werden, gerade wegen unserer Stürmermiesere. Solche Situationen zeigen aber auch die Charakterstärke einer Mannschaft auf. Äußerst positiv bewerte ich, dass Verhalten unseres Trainers: Nicht gleich, wie üblich, nach neuen Stürmern zu schreien, sondern dem vorhandenen Aufgebot zu vertrauen. Er schickt Leute nach Hause, die 4 Monate nicht gespielt haben und uns mit Sicherheit nicht weiter helfen können. Mit entsprechendem Wollen und dem nötigen Einsatz aller kann unser Sturmproblem auch gegen Leverkusen überbrückt werden. Vielleicht nutzt sogar der eine oder andere junge Spieler die Chance und entwickelt sich zu einem echten Leistungsträger. Obwohl es sehr schwer wird, können wir die Punkte hier behalten.

 

Leichte Enttäuschung in der HSH Nordbank Arena. Zwar ist das 0:0 gegen Leverkusen keine Schande, aber man hat nicht genug getan, um das Spiel für sich zu entscheiden. Das Spiel wurde von beiden Mannschaften größtenteils von dem aus München bekannten Rasenschach geprägt. In München mag man damit zufrieden sein, aber wir wollen von unserer Mannschaft schon Fußball sehen. Leverkusen stand sehr tief und war 80 Minuten darauf bedacht, unser Spiel zu zerstören. Der HSV hatte Probleme, Berg, Arslan und Torun in Aktion zu bringen und unser junger Sturm konnte diesmal aus eigener Kraft nicht für die nötige Gefahr im gegnerischen Strafraum sorgen. Der Nachwuchs kann sich aber auch nur gesund entwickeln und kräftig werden, wenn er gut gefüttert wird. Zumindest Elia merkte man an, dass er drei Tage zuvor 50 Stunden Flugzeit zum holländischen Freundschaftsspiel in Australien in den Knochen hatte. Die Spritzigkeit fehlte. Im gesamten Spiel gab es nur 3 Torchancen, wovon Torun die größte vergab, als er freistehend einen gegnerischen Abwehrspieler kurz vor der Torlinie unglücklich anschoss. Schade, dass sich Leverkusen lange Zeit so sehr auf die Defensive konzentrierte. In den letzten Minuten kam schließlich auch Bayer noch zu 2 Möglichkeiten, aber auch wir haben einen exzellenten Torwart. Insgesamt entspricht das 0:0 dem Spielverlauf, hat uns aber 2 wichtige Punkte gekostet.   

 

 

06.08.2009

 

 

Hamburger SV

-

Randers FC 

0

 

1

 

 

Die Kolumne zum Spiel:

1. Pflichtspiel zu Hause nur mit Testspielcharakter

 

Sehnsüchtig warten sicher alle HSVer auf das erste Pflichtspiel in unserer Arena. Nach dem 4:0 in Randers kann dieses Spiel jedoch nur noch als weiteres Testspiel betrachtet werden. Ich hoffe, dass unser neuer Trainer mehr Mut und Vertrauen zu den Spielern hat, die nicht unbedingt zur Stammbesetzung zählen, als sein Vorgänger im Spiel gegen Nijmegen. Da wir wohl kaum zu Hause gegen Randers 0:4 verlieren werden, im Notfall inzwischen aber auch im Elfmeterschießen bestehen können, siehe Düsseldorf, hat ein Einsatz etlicher Reservisten folgende Vorteile:

-          Junge Spieler bekommen mehr Spielpraxis

-          Da wir alle wiederum auf eine lange Saison mit vielen Spielen hoffen, kann das Stammpersonal schon jetzt etwas geschont werden

-          Für uns Zuschauer wird das Spiel etwas interessanter, da unsere Spieler aus dem 2. Glied sich sicherlich mehr reinhängen werden als unser Stammpersonal, das verständlicherweise nur noch das Nötigste tun wird.

Weiter kommen werden wir auf jeden Fall, dazu sind die Dänen einfach zu schwach. 

                                                                                                                                    

Bruno Labbadia hat also auch dieses Spiel als Testspiel gesehen und nur wenige von der Stammelf eingesetzt. So war ich auch nicht so sehr über die Niederlage enttäuscht, obwohl gegen diese dänische Mannschaft eigentlich ein Sieg hätte heraus springen müssen. Leider haben unsere jungen Spieler aus dem 2. Glied, bis auf Hesl, die Chance nicht genutzt, sich mehr in den Vordergrund zu spielen. Dies war für mich die eigentliche Enttäuschung. Hinzu kommt für mich aber auch das Verhalten der selbsternannten „besten Fans der Liga“. Warum pfeifen sie die jungen Spieler (Ben-Hatira und Torun) aus, wenn es bei ihnen nicht so läuft? Gerade sie brauchen in solchen Situationen Unterstützung und nicht Pfiffe. In England hätte es so was sicher nicht gegeben. Zu unseren beiden Neuen gibt es zu bemerken: Berg war deutlich anzumerken, er hat noch nicht die erforderliche Fitness erreicht und es fehlt Ihm noch an der Bindung. Rozehnal ist zwar schon etwas weiter, aber auch er muss sich noch an sein neues Umfeld gewöhnen bis er ein echter Leistungsträger ist. Die Dänen mit ihren bescheidenen Mitteln, waren in diesem Spiel nur bemüht, ein gutes Ergebnis zu erreichen. Das haben Sie allerdings geschafft, wohl mehr als sie zu träumen gewagt haben. Für uns darf es nur eins geben, abhaken und auf das nächste Spiel konzentrieren. Wir sind insgesamt gesehen locker weiter gekommen und nur das zählt.

 

 

   Saison 2009/2010  

15.03.2009

 

Hamburger SV

-

Energie Cottbus

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Bloß nicht weiter absacken

 

Nachdem wir innerhalb von 2 Spieltagen vom Platz an der Sonne auf den 5. Platz abgerutscht sind, müssen wir aufpassen, dass es jetzt nicht noch weiter nach unten geht. Wie schnell so etwas in dieser Saison passieren kann, zeigt uns aktuell Bayer Leverkusen. Die Gefahr, die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb zu verpassen, ist groß. In der Hinrunde hatten wir schon mal eine ähnliche Situation, sind jedoch schnell wieder da heraus gekommen. Ich hoffe, dass es diesmal wieder so wird. Dazu ist allerdings ein Sieg gegen Cottbus erforderlich, auch wenn es nicht einfach wird. Sie holen sich die nötigen Punkte gegen den Abstieg fast immer auswärts, meistens durch unattraktiven Mauerfußball. Obwohl wir uns gegen solche Mannschaften, insbesondere gegen Cottbus, oft schwer getan haben, müssen wir damit fertig werden. Außerdem werden sie nicht immer mit einem Torwart gegen uns spielen, der uns, wie Tremmel vor einem Jahr, mit unzähligen Glanzparaden fast zur Verzweiflung brachte. Ich halte es gerade gegen solche Gegner wie Cottbus für besonders wichtig, möglichst schnell das 1:0 zu erzielen, damit bei ihnen gar nicht erst Selbstbewusstsein aufkommt.

 

Wie erwartet:  Nicht schön, aber die Punkte sind im Sack und das allein zählt. Cottbus begann sehr defensiv. Oft waren sie mit 10 Mann um ihren Strafraum versammelt und beschränkten sich auf Konter. Unsere Mannschaft begann offensivstark, dann plätscherte das Spiel ein wenig vor sich hin, weil der HSV sich bei der massiven Abwehr nicht richtig durchsetzen konnte.  Schließlich erzielte Olic mit einem sehenswerten Flugkopfball ins linke untere Eck aber doch das wichtige und verdiente 1:0. Und kurze Zeit später baute der HSV seine Führung sogar auf 2:0 aus.  Wie Trochowski den Freistoß direkt rein machte, war beeindruckend. Statt der geplanten Flanke vors Tor, die sicher auch Tremmel erwartete, hat er sich wohl im Bruchteil einer Sekunde umentschieden und verwandelte mit einem stark angeschnittenen Ball am verblüfften Tremmel vorbei direkt ins Tor. Damit war das Spiel gelaufen. Cottbus musste nun mehr machen und sie versuchten es auch. Ihre erste gefährliche Szene vor unserem Tor hatten Sie in der 55. Minute, danach noch drei bis vier gute Möglichkeiten, aber nicht zwingend genug. Unsere Mannschaft wollte dieses Spiel nur noch einigermaßen über die Runden schaukeln. Schließlich geht es am Donnerstag zum wichtigen UEFA–Cup-Rückspiel nach Istanbul.  

 

 

12.03.2009

 

 

Hamburger SV

-

Galatasaray Istanbul 

1

 

1

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Schaffen wir diesmal das Viertelfinale?

 

Die letzten beiden Bundesligaspiele gegen Wolfsburg und Mönchengladbach lassen zwar Zweifel aufkommen, ob wir das Viertelfinale erreichen können, aber jede Mannschaft hat während einer Saison Höhen und Tiefen. Das momentane Tief hat sicher mit den Kraft sparenden Spielen der letzten Zeit zu tun. Nijmegen und auch Wehen gaben dazu auch Anlass, aber heute muss damit Schluss sein. Galatasaray ist zwar in dieser Saison auch nicht unbedingt das gelbe vom Ei. In der türkischen Liga stehen sie nur auf Platz 5. Allerdings, nachdem Sie das deutsche Trainertalent Michael Skibbe nach einer 5:2 Heimniederlage gegen den Tabellenvorletzten gefeuert haben, geht es wieder aufwärts. Spielt heute unsere Mannschaft wieder von Beginn an volle Pulle, dann wird es auch mit einem Sieg klappen.     

 

Zunächst war ich enttäuscht, ca. 15 000 Galatasaray-Fans in unserem Stadion, obwohl nur 2.900 Karten nach Istanbul gingen. Etliche so genannte HSVer (Mitglieder) haben wohl ihr Vorkaufsrecht genutzt, um die Karten mit entsprechendem Aufpreis weiter zu verkaufen. Für mich ist das Verrat am eigenen Verein, vom vermeintlichen Schwarzhandel ganz zu schweigen. Das Spiel begann zunächst ohne große Höhepunkte, beide Mannschaften spielten äußert vorsichtig. Die Türken zeigten dabei allerdings das etwas gepflegtere technische Spiel. Erst in der 27 Minute gab es den ersten Höhepunkt: Trochowski zog vom 16er ab, aber der türkische Torwart konnte den Ball gerade noch von der Linie kratzen. Dann war Petric frei durch, scheiterte aber ebenfalls am Torwart. Dazwischen allerdings das bittere 1:0 für Galatasaray. In der zweiten Halbzeit nahm unsere Mannschaft dann endlich Fahrt auf und kam schon in der 49. Minute zum Ausgleich. Nachdem die Türken sich durch eine Notbremse selbst auf 10 Mann reduzierten, war von ihnen kaum noch was zu sehen. Unsere Mannschaft bestimmte nun klar das Spiel, leider wurden dabei einige gute Torchancen zum Sieg vergeben. Trotz der nun nicht optimalen Ausgangsposition für das Rückspiel, sehe ich gute Möglichkeiten, die nächste Runde zu erreichen. Ein Unentschieden müsste locker drin sein. Allerdings gibt es ein kleines Problem, das Unentschieden darf nicht 0:0 lauten.  

 

 

04.03.2009

 

 

Hamburger SV

-

SV Wehen Wiesbaden 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Gegen den Zweitligisten ins Halbfinale?

 

Jeder Verein wünschte sich vor der Auslosung des Viertelfinals den SV Wehen Wiesbaden. Nachdem Leverkusen gezogen wurde, waren nur noch drei Vereine in der Verlosung: Bayern, der HSV und Wehen. Insofern hatten wir mit dem Heimspiel gegen den Zweitligisten doppeltes Glück. Auch wenn das letzte Bundesligaspiel vor drei Tagen gegen Wolfsburg verloren ging, dürfte diesmal nichts anbrennen. Gegen das Schlusslicht der 2. Liga wäre alles andere als ein Sieg eine handfeste Blamage.

 

Das Spiel lief wie erwartet. Der HSV startete konzentriert und lauffreudig. Wir erspielten uns zahlreiche gute Chancen, von denen Petric in der 17. Min. eine der ersten zum 1:0 nutze. Fortan setzte sich der Einbahnstraßen-Fußball des HSV fort. In der 37. Min. fiel wiederum durch Petric das 2:0. Wehen kam in der ersten Halbzeit nur einmal ernsthaft vor unser Tor.  Nachdem Petric und Olic einige Großchancen Anfang der 2. Hälfte vergaben, schaltete der HSV mehrere Gänge in den Sparmodus zurück. Dadurch kam, was kommen musste. Wehen traute sich mehr zu und kam zu einigen Möglichkeiten. Durch einen abgefälschten 20-Meter-Weitschuss in der 85. Min. fiel der Anschlusstreffer, bei dem Rost nicht gut aussah. Zu weiteren Torchancen kam Wehen nicht mehr, so dass der HSV mit seinem 100. Sieg im DFB-Pokal nach 12 Jahren wieder einmal ins Habfinale einzog.

 

 

 

01.03.2009

 

Hamburger SV

-

VfL Wolfsburg 

1

 

3

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Endlich Konstanz?

 

Nachdem das Spiel gegen Nijmegen ohne großen Aufwand erledigt wurde, wird es gegen Wolfsburg wieder ernst. Gerade gegen die Wölfe haben wir uns oft sehr schwer getan und nur wenige Spiele gewinnen können. Diesmal treten wir gegen Wolfsburg als Tabellenführer an und das soll auch nach dem Spiel so bleiben. Zuletzt gab es bei uns öfters Einbrüche und wir wurden immer wieder zurückgeworfen, wenn es darauf ankam. Es fehlte einfach die Konstanz, um ganz oben zu bleiben. Ich hoffe, dass es diesmal anders wird. Den 1. Schritt dazu haben wir schon mit den 3 Punkten gegen Leverkusen gemacht. Wenn uns das heute erneut gelingt, haben wir eine gute Voraussetzung geschaffen, um auch am Ende ganz oben zu stehen. 

 

Zwei Dinge haben nach diesem Spiel weiterhin Bestand:

1) Wir haben immer noch Probleme mit den Wolfsburgern. Ich möchte zwar nicht von einem

    Angstgegner sprechen, aber sie gewinnen öfters gegen uns, als wir gegen sie bzw. andere gegen

    uns, dazu zählen auch die Bayern.

2) Die Konstanz bleibt weiterhin unser Problem.

Allerdings hatten die Wölfe auch eine gute Leistung geboten und waren taktisch von Felix Magath optimal eingestellt. Schon in unserer Hälfte praktizierten sie Vorchecking und unsere Mannschaft konnte ihr Spiel nie so richtig aufziehen. Sicher hatten sie auch das nötige Glück: der dumme unnötige Elfer und der Konter zum 2:0. Dadurch bekamen sie schon früh die nötige Sicherheit, um ihr Spiel bis zum Schuss ohne große Probleme durchzuziehen. Zudem schied schon recht früh Guy Demel mit einer Oberschenkelverletzung aus. Wir hatten zwar auch einige gute Chancen, aber wenn man etwas erzwingen will, geht es meisten daneben, Erst in der 73. Minute gelang Guerrero der Anschlusstreffer. Bevor wir richtig zur Attacke blasen konnten, hatte Wolfsburg den 2-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Insgesamt gesehen hatten sie den Sieg verdient. Nach der Niederlage in Wolfsburg gab es in dieser Saison den ersten Einbruch. Ich hoffe, dass uns das jetzt nicht wieder passiert.

 

 

26.02.2009

 

 

Hamburger SV

-

NEC Nijmegen

 

 

Die Kolumne zum Spiel: 0:4? – Nicht mal gegen unsere Zweite!

 

Ohne überheblich zu sein, diese Runde müsste gegessen sein. Ich hoffe nur, dass unser Trainer in diesem Spiel nicht zu große Sicherheitsbedenken hat, um Spieler einzusetzen, die sonst nicht so zum Zuge kommen. Dies hat den Vorteil, dass unsere Stammspieler, insbesondere die Nationalspieler, mal pausieren könnten, ohne dass wir Schlimmeres befürchten müssen. Des Weiteren können die anderen in einem Pflichtspiel beweisen, was in Ihnen steckt. Training bzw. Einsätze in Freundschaftsspielen und Kurzeinsätze sind meiner Meinung nach wenig aussagekräftig. Für uns Zuschauer würde zudem das Spiel, das immerhin das  100. UEFA-Cup-Spiel für unseren HSV ist, etwas interessanter verlaufen als das Hinspiel. Also Martin: Nur Mut gegen Deine Landsleute, denn diese würden selbst gegen unsere Zweite den 3:0 Rückstand nicht mehr aufholen.

 

So ganz hat sich Martin Jol nicht getraut, die Stammkräfte draußen zulassen. Zwar wurden Trochowski und für je eine Halbzeit Alex Silva und Jansen geschont, aber alle anderen mussten ran. Nijmegen setzte gleich alles auf eine Karte und begann mit 3 Angreifern. Mit taktischem Geplänkel hätten sie sich selbst auch um den allerletzten Versuch gebracht, das 3:0 doch noch aufzuholen. Das schnelle 1:0 durch Olic machte ihnen jedoch auch die letzten Hoffnungen zunichte. Unsere Mannschaft beherrschte von nun an locker Spiel und den Gegner und hätte eigentlich auf Grund der Chancen noch 3 – 4 Tore machen müssen. Allerdings hatten auch die Holländer die eine oder andere Möglichkeit. Nach der Pause schaltete unsere Mannschaft deutlich einen oder sogar zwei Gänge zurück und so gab es nur noch wenige Höhepunkte. Einer davon waren sicherlich die wechselseitigen Fangesänge zwischen den Nijmegen- und unseren Fans.  Solche Aktionen verbinden und lassen gar nicht erst Aggression bzw. Feindschaft zwischen den Fangruppen aufkommen. Mit Rincon, den sicherlich noch keiner kannte, haben wir einen guten Fang gemacht. Er kann nicht nur Fußball spielen, sondern scheut auch keinen Zweikampf. Für einen Südamerikaner nicht immer ganz selbstverständlich. Ich glaube, wenn er sich erstmal richtig eingelebt hat, können wir noch viel Freude an ihm haben. Insgesamt können wir HSVer, abgesehen vom Wetter, mit diesem Abend zufrieden sein – das Achtelfinale gegen Galatasaray Istanbul ist erreicht. 

 

 

 

15.02.2009

 

Hamburger SV

-

Arminia Bielefeld

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Bloß nicht weiteren Boden verlieren!

 

Begeisterung nach dem Bayern Spiel, Enttäuschung nach dem Karlsruhe Spiel, was kommt jetzt? Gegen Karlsruhe waren eigentlich 3 Punkte Pflicht, mindestens aber 1 Punkt, 2:0 geführt und dann doch noch in der Nachspielzeit verloren. Verschenkte Punkte gegen einen Gegner, der zuletzt kaum was geholt hatte. Wieder einmal hat es sich gezeigt: Wenn die Chance da ist, sich oben festzusetzen, sind wir oft nicht immer ganz auf der Höhe. Es fehlt uns leider noch an Konstanz, die uns auf Dauer ganz oben mitspielen lässt. Zuhause gegen Bielefeld sind ebenfalls 3 Punkte Pflicht, um weiterhin Kontakt zu Platz 1 zu halten. Allerdings ist Achtung geboten: Bielefeld hat in diesem Jahr mehr Punkte als wir geholt, und dass obwohl sie mit Bremen und Berlin nicht gerade leichte Gegner hatten. Wir müssen sehr aufpassen, damit uns nicht das gleiche wie Werder passiert. Sicher werden die Bielefelder gestärkt und mit dem nötigen Selbstbewusstsein anreisen. Trotzdem, wir hatten schon in Bielefeld 3 Punkte geholt, und dieses sollte uns auch zu Hause gelingen.    

 

Es hat sicher schon schönere Spiele unserer Mannschaft gegeben.  Trotzdem glaube ich, dass die meisten HSVer zufrieden nach Hause gefahren sind. Gerade gegen Mannschaften, die gegen den Abstieg spielen, ist es oft sehr schwer zu glänzen. Es sei denn, es gelingen schnell 1 oder 2 Tore. Wir hatten zwar das Spiel von Beginn an fest im Griff, aber gute Tormöglichkeiten ließen auf sich warten. Im Gegenteil, die erste gute Chance hatten die Bielefelder in der 24 Min., aber Frank Rost war voll da. Im Gegensatz zu Frank Rost sah der sonst so sichere Bielefelder Torwart beim 1:0 nicht gut aus. Er unterlief den Freistoss von Trochowski, der den Ball über den Torwart reinschlenzte. Er war Trochowskis 1. Freistoßtor beim HSV. Die Weichen waren auf Sieg gestellt. Dieser Sieg geriet aber durch eine Dummheit von Alex Silva in der 2. Halbzeit noch mal in Gefahr. Wiederum bewahrte uns Frank Rost, der zu jeder Zeit hellwach war, vor einem Gegentreffer und hielt den Elfer von Wichniarek.  Ein 1:1 in der 55. Min. hätte uns noch mal richtig Probleme gemacht, wir hätten für den Rest des Spieles gegen eine Wand anrennen müssen. Troche avancierte zum Spieler des Tages, der den HSV aus dem Mittelfeld immer wieder antrieb und auch zahlreiche Tor-Chancen hatte. Dann fiel in der 60. Min. die Vorentscheidung durch Guerrero, mit einem herrlichen Schlenzer ins lange linke obere Eck. Das Spiel war gelaufen. Wir hatten zwar noch die eine oder andere Möglichkeit, aber irgendwie waren einige, für mich auch verständlich, gedanklich wohl schon beim UEFA-Cup Spiel in Nijmegen.

 

 

 

 

 

30.01.2009

 

Hamburger SV

-

Bayern München 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Gegen München (2)

 

Auch diesmal bedeutet die Zahl in der Klammer nicht die Reihenfolge im Münchner Fußball, sondern nur unser 2. Spiel gegen eine Münchner Mannschaft in diesem Jahr. Auch diesmal, so hoffe ich, werden wir am Ende als Sieger gegen eine Münchner Mannschaft vom Platz gehen. Im Hinspiel wäre dies schon möglich gewesen, aber leider hatte der Schiedsrichter einen Witz-Elfmeter gegen uns gegeben und wir mussten ein 2:0 Rückstand aufholen. Dies hatten wir bekanntlich auch geschafft, zwar auch mit einem Witz-Elfmeter für uns, aber es kostet schon sehr viel Kraft, solch einen Rückstand aufzuholen. Ein Sieg wäre ohne die beiden Elfmeter sicher möglich gewesen. Ich hoffe, dass der Schiri diesmal keine Witze macht. Dann haben wir zu Hause eine reale Chance, 3 Punkte gegen die Bayern zu holen. Auch wenn uns Uli Hoeneß dann nach Bremen – Dortmund – Leverkusen – Schalke und Hoffenheim zum Bayernfeind Nr.1 erklären wird.

 

Am Spieltag wurde unser TO-Mitglied Lothar 60 Jahre alt. Seinen Geburtstag ließ er natürlich im Stadion ausklingen. Von uns erhielt er zur Feier des Tages vor dem Spiel einen TO-Schal und die Mannschaft überreichte ihm 3 Punkte auf der Geburtstagstorte.

 

Optimaler Start also ins neue Jahr und gleichzeitig die Münchner Woche bestens überstanden. Hatten wir uns am Dienstag die Hosenträger geholt, so gab es diesmal die dazu gehörige Lederhose. Unsere Mannschaft zeigte in den kompletten 90 Min. ein tolles Spiel, geprägt vom absoluten Willen und vollen Einsatz. Mit diesen beiden Komponenten wurden auch die leichten spielerischen Vorteile, die die Bayern in Deutschland nun mal haben, mehr als ausgeglichen. Besonders fiel mir Trochowski auf, der noch nie so gekämpft und Zweikämpfe gesucht hatte wie diesmal. Schade, dass sein Schuss zu Beginn des Spieles nur am linken Pfosten landete. Schön, dass es dann vor der Pause doch noch mit dem 1:0 geklappt hat. Da Olic gesperrt war, war es nicht überraschend, dass der Torschütze Petric hieß. In der zweiten Hälfte versuchten die Bayern, mehr dagegen zu halten und machten ebenso Dampf. Einige Male (ca. 4-5x) sah es nach dem Ausgleich aus, aber mit Glück und Geschick konnten wir das verhindern. Aber auch uns gab es noch in Hälfte 2, und auch wir hatten 4 sehr gute Möglichkeiten zum 2:0. Einmal war es wiederum der Pfosten, diesmal durch Petric, der die Bayern schon zu Beginn der 2. Halbzeit vor dem K.O. rettete.  Dieses Spiel hatte es in sich und war an Dramatik und Spannung kaum zu überbieten. Zumindest für eine Nacht sind wir TABELLENFÜHRER. Ich war noch lange ziemlich aufgewühlt und konnte kaum schlafen. Erst im Laufe des Sonnabendvormittags kam ich wieder auf Normalniveau zurück. Ich denke, vielen anderen HSVern ging es ähnlich.

 

 

 

27.01.2009

 

 

Hamburger SV

-

1860 München 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Gegen München (1)

 

Erstes Pflichtspiel im neuen Jahr. Die (1) bedeutet in diesem Fall nicht die Nr. 1 in München. Schade, denn die 60ger sind mir wesentlich sympathischer als die Bayern. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn sie eines Tages an den Bayern vorbei ziehen könnten. Jetzt zählt aber nicht Sympathie, sondern es ist Pokal und wir wollen unbedingt eine Runde weiter. Im Pokal wird es wahrscheinlich am einfachsten sein, in diesem Jahr einen Titel zu holen. Auch wenn die 60ger nur Zweitligist sind, schlechter als Aston Villa werden sie sich in unserer Arena nicht präsentieren. Deshalb gilt es auch in diesem Spiel für unsere Mannschaft, volle Konzentration und vollen Einsatz bis die nächste Runde erreicht ist. Erst danach darf an die Bayern gedacht werden. Für Ivica Olic beginnt leider seine Abschiedstournee vom besten Verein der Welt. Aber so wie wir unseren Ivi kennen, haut er sich in der Rückrunde für unseren HSV noch einmal richtig rein.

 

Wie erhofft gab es einem gelungenen Start ins neue Jahr. Die Rasenheizung wurde rechtzeitig eingeschaltet und es konnte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gespielt werden. Ich habe gehört, so etwas ist schon mal vergessen worden und ein Spiel musste deshalb abgesagt werden, allerdings nicht bei uns. Noch wichtiger ist aber, dass das Viertelfinale im Pokal erreicht wurde. München 1860 hatte sich zwar während des ganzen Spiels nicht versteckt, aber im Laufe der 90 Minuten wurde der Unterschied  zwischen beiden Mannschaften immer deutlicher. Die erste Chance, in der 7. Minute, hatten sogar die 60ger, danach zeigten sie zwar weiterhin ein gefälliges Spiel im Mittelfeld, aber vor dem Tor blieben sie recht harmlos. Unsere Mannschaft bekam das Spiel mit jeder Minute besser in den Griff. Zunächst wurden unsere Chancen (27 min. / 28 min. / 40 min.) noch vergeben, aber in der 44 Min. fiel es dann doch. Unser erstes Pflichtspieltor im Jahr 2009. Der Widerstand der 60ger war nun gebrochen und es gab in der zweiten Halbzeit weitere gute Chancen und 2 weitere HSV-Tore. Der Ehrentreffer der Löwen fiel zwar nur 1 Minute nach dem 3:0, aber der Sieg des HSV geriet nicht ins Wanken. Auch wenn alle HSV-Tore durch Torwartfehler zustande kamen, kann man insgesamt doch zufrieden sein.  Ivica Olic war mit seinen drei Treffern einmal mehr der Spieler des Tages. Schade nur, dass er in drei Tagen gegen die Bayern gesperrt ist. Dieses Spiel war die richtige Vorbereitung auf das Bayern-Spiel am Freitag. Unsere Mannschaft wurde schon ein Stück gefordert, musste sich aber nicht voll verausgaben.   

 

 

 

17.12.2008

 

 

Hamburger SV

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Aston Villa 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Zufrieden mit 2008? (Teil 2)

 

Nachdem man mit dem Erreichten in der Bundesliga 2008 zufrieden sein darf, geht es nun noch um die internationale Zufriedenheit. Unsere Zielsetzung muss sein, wie auch unser 1. Vorsitzende Hoffmann ausgegeben hat, ein Spitzenteam in Europa zu werden. So etwas geht nicht von heute auf morgen, sondern muss über einen gesunden Zeitraum wachsen. Rückschläge, die absolut normal sind, müssen vernünftig verdaut werden. Auch dann, wenn die Medien es gern hätten, darf nicht gleich der Trainer rausgeschmissen werden. Letzte Saison sind wir im UEFA-Cup unter die letzten 16 gekommen, eine Runde weiter hätte es gern sein dürfen. Diese Saison sollten es aber schon die letzten 8 sein. Mit einem Sieg gegen Aston Villa, der sicher nicht einfacher wird als gegen Ajax, würden wir wahrscheinlich wiederum den Gruppensieg erreichen und ich denke damit darf man auch 2008 mit dem international Erreichten zufrieden sein. Aston Villa schätze ich in etwa auf dem gleichen Niveau wie unsere Mannschaft, aus diesem Grund erwarte ich ein interessantes und ausgeglichenes Spiel, in dem die Tagesform bzw. etwas Glück entscheiden wird.   

 

 

Gewonnen ohne zu zittern, gut gespielt und Gruppenerster geworden. Ich glaube auch international dürfen wir mit dem 2008 Erreichten zufrieden sein. Allerdings auf dem gleichen Niveau wie unsere Mannschaft war dieser englische Knabenchor absolut nicht. Ohne größere Anstrengung führte unsere Mannschaft schon zur Halbzeit hoch verdient mit 2:0. Schade nur, dass kurz vor Habzeit Jansens  Kracher an die Unterkante der Latte nicht ins Tor ging. Nach der Halbzeit, insbesondere nach dem 3:0, nahm unsere Mannschaft die Engländer nicht mehr so richtig ernst. Selbst unsere beiden noch ganz jungen Außenverteidiger hatten Lust auf Hacke – Spitze und einige Zaubereien.  Aus diesem Grund kam Aston Villa auch zu ihren ersten Chancen, die bis auf den Anschlusstreffer zum 3:1 teilweise kläglich vergeben wurden. Mann des Tages war Ivica Olic, der nach dem Führungstreffer von Petric die beiden anderen HSV-Tore erzielte. Unsere Mannschaft verabschiedet sich nun in die kurze Winterpause und ich hoffe, dass sie da weiter macht wo sie 2008 aufgehört hat, nämlich mit 4 Siegen.

 

 

 

13.12.2008

 

Hamburger SV

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Eintr. Frankfurt 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Zufrieden mit 2008? (Teil 1)

 

Letztes Bundesligaspiel im Jahr 2008. Kann man mit dem, was unsere Mannschaft gezeigt hat, zufrieden sein? Für mich gibt es 2 Phasen, mit denen ich nicht zufrieden war. Sicher wird es immer Spiele geben, die nicht so gut sind. Aber länger anhaltende Phasen solcher Spiele müssen schnell beendet werden. Die 1. Phase hatten wir von Ende Februar bis Mitte April.  Diese hätte uns fast die Teilnahme am UEFA – Cup gekostet. Die 2. Phase war von Mitte Oktober bis Ende November (insbesondere die Spiele in Hoffenheim – Hannover – Berlin), sie hat uns zu Platz 1 punktemäßig weit zurück geworfen. Zum Glück fand unsere Mannschaft zur eigentlichen Stärke zurück und hat dadurch etliche Punkte wieder aufgeholt. Auf Grund unserer Verstärkungen in der neuen Saison müssen wir diesmal auch mehr erreichen als letzte Saison. Gelingt uns ein Sieg gegen die Eintracht und die vor uns stehenden Mannschaften patzen, sind wir wieder auf Tuchfühlung. Allerdings gewann die launische Diva vom Main letzte Woche 4:0 gegen Bochum und wird dadurch sicher neuen Auftrieb bekommen haben. Trotz dem ein Sieg muss her.

 

 

Ja, ich denke, wir können zufrieden sein mit dem 4. Platz, zumal wir auch nur noch 2 Punkte von Platz 1 entfernt sind. Dieser Spieltag ist fast optimal gelaufen. Auch wenn das Spiel nicht unbedingt Spitzenfußball war, am Ende gab es doch die 3 so wichtigen Punkte. Bis zur 20. Minute hatten aber die Frankfurter zunächst das Heft in die Hand genommen, ohne allerdings richtig gefährlich zu werden. Als dann unsere Mannschaft mehr und mehr das Spiel in den Griff bekam, gab es für uns auch die ersten Chancen. Alle 3 waren Kopfballchancen, die durch Standardsituationen entstanden sind. Nach der Pause war unsere Mannschaft dann doch eindeutig der Chef im Ring und folgerichtig das 1:0 durch Petric. Welch ein Gewinn ist dieser Mann für uns. Die Frankfurter versuchten nun auch etwas mehr zu tun, allerdings verloren sie dadurch etwas Ihre spielerische Linie. Das sonstige Zittern zum Ende eines Spiels bei einer knappen Führung gab es nur einmal, bei einer Doppelchance. Am Ende hatte Rost den Ball unter sich begraben und damit waren die 3 Punkte sicher auf unserem Konto.

 

 

 

 

27.11.2008

 

 

Hamburger SV

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Ajax Amsterdam

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Die Kolumne zum Spiel: Ajax ist zum putzen da

 

Mit diesem Slogan zogen vor einigen Jahren, beim Viertelfinal-Rückspiel der Champions-League, Dortmunder Fans durch die Innenstadt von Amsterdam. Leider, aus deutscher Sicht, ging dieses Spiel mit 2:1 für die Dortmunder verloren und sie waren damit ausgeschieden. Aus diesem Grund wollen wir mit Ajax nicht putzen, sondern wir wollen sie verputzen. Sollte uns das gelingen, ist die nächste Runde im UEFA – Cup so gut wie erreicht. Ajax ist zwar zur Zeit keine absolute Topmannschaft in Europa, aber sie sind wieder auf einem guten Weg. Nach anfänglichen Problemen in der holländischen Liga haben sie sich davon erholt und sind wieder oben dran. Wir sollten trotzdem in der Lage sein, Ajax zu verputzen. Wenn wir europäische Spitze sein wollen, ist dies auch unbedingt erforderlich.

 

 

Leider haben wir Ajax nicht verputzt, sondern sie uns. Das Spiel begann recht vielversprechend. Unsere Mannschaft machte Druck und versuchte durch Pressing, schon in der gegnerischen Hälfte wieder an den Ball zu gelangen. Ajax kam nur zu Kontern, die aber durch ihr Direktspiel nicht ungefährlich waren. Eine Führung mit 1 oder 2 Toren für uns, wäre trotzdem verdient gewesen. Nach der Halbzeit änderte sich das Spielgeschehen. Der unbedingte Wille, ein Tor zu erzielen, war abhanden gekommen. Es wurde sehr deutlich, dass unsere Mannschaft Angst vor einem Gegentreffer hatte und nicht mehr volles Risiko spielte. Dies ging zu Lasten unseres Angriffsspiel und es gab bis auf einen Lattenknaller Mitte der 2. Halbzeit von Guerrero kaum noch Gefahr für das Ajax-Tor. Ajax dagegen kam immer besser ins Spiel und nutzte eine von mehreren Nachlässigkeiten zum Siegtreffer. Aufgrund der 2. Halbzeit leider zum verdienten Siegestreffer. Ich bin zwar bei entsprechender Besetzung ein absoluter Fan von Rotation, aber warum ausgerechnet bei solch einem Spiel Neves, der mindestens 2 Monate nicht gespielt hatte, für Petric zum Einsatz kam, bleibt mir völlig unverständlich. Nach dieser Niederlage müssen wir in Prag gewinnen, um im UEFA-Cup eine Runde weiter zu kommen, denn Aston Villa im letzten Spiel wird sicher nicht leichter als gegen Ajax.    

 

 

23.11.2008

 

Hamburger SV

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SV Werder Bremen

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Diesmal kein Spitzenspiel

 

Meistens ist unser Spiel gegen Werder ein Spitzenspiel. Diesmal ist es allerdings nur ein Nordderby, indem es für beide Mannschaften nur darum geht, durch einen Sieg Kontakt zur Spitze zu halten. Leider gab es bei einigen Spielen unserer Mannschaft zuletzt Nachlässigkeiten, die innerhalb weniger Minuten oft zu 2-3 Gegentoren führten und die uns dann wichtige Punkte kosteten. So auch bei Hertha BSC, wo 3 Minuten ausreichten und schon wurde aus einer 1:0-Führung ein 2:1-Rückstand und somit wurde ein haushoch überlegen geführtes Spiel verloren. Hier muss sich unbedingt einiges ändern. Bei Werder sieht es etwas anders aus. Ich halte es für absolut normal, dass es nach einiger Zeit des Erfolges auch mal Leistungseinbrüche gibt. Ob Werder durch den letzten Erfolg nun aus dem Leistungstief heraus ist, wird sich in den nächsten Spielen zeigen. Ich hoffe, dass unsere Mannschaft diesmal 90 Minuten konzentriert durchspielt und am Ende 3 Punkte auf unserer Habenseite stehen. 

 

 

Vor dem Anpfiff zeigten die HSV-Fans einmal mehr eine wunderbare Choreografie über die ganze Nordkurve. Herzlichen Dank an Tim Hoischen für sein Choreo-Foto.

 

Zum Spiel: Wieder mal hatten wir das nötige Glück gehabt, dass uns solange fehlte. Beide Mannschaften gingen zunächst kämpferisch und spielerisch richtig zur Sache, so wie es sich eigentlich für jedes Bundesligaspiel gehört, aber leider nicht immer so ist. Schon früh gingen wir mit 1:0 in Führung. In letzter Zeit zu Hause etwas ganz Normales. Leider gelingt es uns nur sehr selten, getragen von der Führung, die Spiele sicher über die Runden zu bringen. Auch gegen Werder ließ unsere Mannschaft nach gut 20 Minuten etwas nach und Werder übernahm immer mehr das Kommando. So gelang ihnen der Ausgleich noch vor der Pause. Erst unmittelbar vor der Halbzeit kamen wir zu zwei guten Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Werder bestimmte das Spielgeschehen. Als ich dann auf Grund des Spielverlaufs die Führung von Werder erwartete, kam Olic mit einem Sonntagsschuss am Sonntag und stellte damit den 2:1-Endstand her. Wir hatten zwar die wichtigen 3 Punkte geholt, aber 100% zufrieden konnte kein HSVer sein. Schließlich wollen wir nicht wie die Bayern, unsere Spiele mit Glück und Dusel gewinnen, sondern lieber durch überzeugende Leistung.   

 

Zu erwähnen war noch der sehr unerfreuliche Wurf eines Handyakkus von der Westtribüne beim Bremer Jubel zum Ausgleich, als er den Werderspieler Frank Baumann an der linken Augenbraue traf. Gott sei gedankt, dass Frank Baumann sich nicht schwer verletzt hat, weiterspielen konnte und offenbar keine bleibenden Schäden davon getragen hat. Sehr gefreut haben wir uns, dass es keine weiteren Zwischenfälle oder Fanausschreitungen gab.

 

 

 

 

 

 

08.11.2008

 

Hamburger SV

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Bor. Dortmund

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Es droht der Abrutsch ins Mittelfeld

 

Gegen Hannover gab es schon die 3. Klatsche in dieser Saison, die richtig wehtat. Auch wenn ich nie so richtig nach der Meisterschaft geschaut habe, ein Platz unter den ersten Drei sollte es aber schon sein.  Dieses Ziel könnte bei einer Niederlage gegen Dortmund aber etwas außer Reichweite geraten, deswegen ist es umso wichtiger, 3 Punkte zu holen. Für die drei 3:0-Klatschen finde ich keine rechte Erklärung, bin aber trotzdem der Meinung, dass unsere Mannschaft in der Lage ist, jeden Gegner zu schlagen. Aber auch die Dortmunder sind inzwischen wieder so stark, dass für sie das Gleiche gilt. Auch sie können jeden Gegner schlagen, auch uns. Dies ist eine gute Vorraussetzung für ein spannendes Spiel und ich hoffe, dass wir am Ende als Sieger vom Platz gehen.

 

In der 1. Halbzeit haben wir ein gutes Bundesligaspiel, ganz nach unserem Geschmack, gesehen. Beide Mannschaften zeigten eine gute Leistung, wir aber machten 2 Tore und Dortmund keins. Schon nach 9 Minuten gelang uns durch Petric gegen seinen alten Verein der Führungstreffer. Dortmund blieb immer gefährlich und in der 22. Minute konnte Rost einen Flatterball aus 22 m gerade noch an die Latte lenken. Unsere Mannschaft leistete sich danach einige katastrophale Abspielfehler, die aber ohne Folgen blieben. Dann fiel das 2:0. Olic, der super von seinem Landmann Petric freigespielt wurde, umkurvte Weidenfeller und schob den Ball rein. Die 2. Halbzeit verlief dann nach dem Motto: „Wie komm ich der Klapsmühle ein Stück näher“. Dies galt für beide Lager, denn Dortmund gelang schon sehr früh der Anschlusstreffer. Von da an zog sich unsere Mannschaft zurück und traute sich kaum noch nach vorne, man dachte wohl zu sehr an die 3:0 Klatschen. Dies hatte zur Folge, dass die Dortmunder unseren Strafraum belagerten und der Ausgleich förmlich in der Luft lag. Die Dortmunder mussten verzweifeln, dass ihnen nicht der Ausgleich gelang. Uns dagegen rutschte so manches Mal das Herz in die Hose. Dann endlich kam der ersehnte Schlusspfiff. Viel Glück und 100% Einsatz sorgten dafür, dass die 3 Punkte in Hamburg blieben und wir wieder oben dran sind.   

 

 

 

29.10.2008

 

Hamburger SV

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VfB Stuttgart 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Erneute Pleite für Lehman Brothers?

 

Vor kurzem ging mit Lehman Brothers, eine der größten Banken der Welt, Pleite. Anleger, die auf diese Bank gesetzt haben, verloren ihr Geld. Heute, so hoffe ich zumindest, gibt es für Lehman Brothers (Lehmann und seine 10 VfB-Brüder) erneut eine Pleite. Allerdings wird diesmal niemand sein Geld verlieren, sondern es geht um Punkte. Punkte, die wir unbedingt nach der Pleite gegen Hoffenheim brauchen. Von der Spitze gestoßen, nun auf Platz 3, sind die 3 Punkte sehr wichtig, um ganz oben dran zu bleiben. Auch wenn es zurzeit bei uns einige Verletzte gibt, können wir immer noch auf eine gute Mannschaft zurückgreifen. Dieser Mannschaft sollte es zu Hause gelingen, gegen die anderen Schwaben in der Bundesliga zu gewinnen.    

 

Es hat geklappt, Lehman Brothers ging erneut Pleite. Der VfB hatte zwar in der Spielstatistik einige Vorteile (mehr Ballbesitz und mehr Torschüsse), am Ende gingen wir aber als Sieger vom Platz. Schon nach 2 Minuten hätte es 1:0 für uns stehen können, der tolle Treffer wurde jedoch aus Abseits erzielt. Auch spielerisch machte der VfB einen etwas besseren Eindruck als unsere Mannschaft, jedoch konnten wir dies durch Einsatz ziemlich gut ausgleichen. Das 1:0 durch einen Foulelfmeter war zwar umstritten, auch ich, der nicht allzu weit vom Geschehen weg saß, kann nicht 100% sagen, ob es einer war. Tatsache ist jedoch, dass Hitzlsperger den Fuß von Jarolim traf. Ob, er dadurch zu Fall kam oder sich fallen ließ, kann nur Jarolim selbst beantworten. In den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit plätscherte das Spiel etwas dahin. Kurz vor der Pause dann noch ein absoluter Höhepunkt. Demel tankte sich auf der rechte Seite durch mehrere Gegenspieler durch und Lehmann konnte den Knaller gerade noch mit den Fingerspitzen gegen die Latte lenken. Schade, wäre sicher ein Traumtor geworden. Nach der Pause machte der VfB mehr Dampf und es war nur eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich fallen würde. Glück und Geschick haben dies aber verhindert. In der 74 Minute fiel dann das 2:0 durch einen abgefälschten Schuss von Mathijsen. Danach resignierte der VfB etwas und unsere Mannschaft hatte alles sicher im Griff. Man hatte sich wohl mit der Niederlage abgefunden. Wir haben durch diesen Sieg weiter engen Kontakt zur Spitze. Dadurch, dass auch die anderen Spitzenmannschaften ihre Spiele gewannen, war dieser Sieg doppelt wichtig.   

 

 

19.10.2008

 

Hamburger SV

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Schalke 04 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Absetzen von Schalke?

 

Mit einem Sieg gegen Schalke können wir uns ein Stückchen von ihnen absetzen. Gleichzeitig würden wir natürlich auch unseren Spitzenplatz verteidigen. Dies wäre sehr wichtig, da wir unbedingt einen Champions League-Platz erreichen wollen. Gegen Schalke erwarte ich einen heißen Tanz, denn auch die Schalker wollen was erreichen und keinen Boden verlieren. Beide Mannschaften werden vielleicht zu Beginn des Spiels noch nicht alles riskieren, aber nach dem ersten Tor, egal für wen, wird es richtig losgehen. Ich erwarte ein packendes Spiel und da wir zu Hause spielen, wird unsere Mannschaft sicher tatkräftig unterstützt werden, heute vielleicht sogar mehr als sonst. Am Ende sollte dann der Sieg an uns gehen.

 

Schade es hat nicht zum Sieg gereicht. Auch wenn das Spiel nicht immer hochklassig war, war es doch bis zum Schluss spannend. Bis zum Abpfiff stand das Spiel auf des Messers Schneide und beide Mannschaften hätten auch als Sieger vom Platz gehen können. Besonders in den ersten 15 Minuten war es packend mit jeweils 3 brandgefährlichen Situationen vor des Gegners Tor. Dann fiel das 1:0 für uns, aber es kam nicht so wie oben erwähnt, sondern beide Mannschaften agierten nun vorsichtiger. Schade, dass wir unmittelbar nach der Halbzeit einmal nicht ganz da waren und den Ausgleich einfingen. In der 63. Minute hatten wir dann die große Chance zur erneuten Führung: Kurz nach seiner Einwechslung traf Petric aber leider nur den Pfosten. Danach hatte der Schalker Jones seinen Auftritt: Er foulte, provozierte und schauspielerte. Leider hatte der Schiedsrichter dies nicht durchschaut. Und unter normalen Umständen hätten die Schalker das Spiel mit einem Mann weniger beenden müssen. Insgesamt war die Punkteteilung gerecht, beide hatten in etwa gleiche Spielanteile und gute Möglichkeiten zu weiteren Toren.    

 

 

27.09.2008

 

Hamburger SV

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Borussia Mönchengladbach

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Angeschlagene Boxer sind gefährlich

 

Borussia Mönchengladbach zählt für mich zu den sympathischen Vereinen der Bundesliga. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg kann ihr Ziel nur Etablierung in der ersten Liga heißen, ich gönne es ihnen. Mit Sicherheit hatten die Gladbacher im letzten Heimspiel gegen Hertha Punkte erwartet, die es dann nicht gab. Auch im Pokal gab es gegen die bis dahin sieglosen Cottbusser mit 0:3 das Aus. Beide Spiele lassen mit Sicherheit in Mönchengladbach die Alarmglocken schrillen. Gerade diese Umstände machen die Gladbacher für uns unberechenbar. Wie schon in der Überschrift erwähnt - angeschlagene Boxer sind gefährlich. Trotz aller Sympathie wünsche ich mir, dass die Gladbacher nicht zu ihrer Trotzreaktion kommen und der HSV befreit aufspielen kann. Ihre Punkte können sie danach gegen Köln, Bochum und Karlsruhe holen, aber nicht bei uns. Für uns gilt, eine gewisse Vorsicht walten lassen, aber sonst so wie im Pokal gegen Bochum spielen.

 

Ja, wir sind wieder da wo wir uns am liebsten sehen, auf Platz 1. Gladbach hatte es uns dabei nicht wirklich schwer gemacht. Der angeschlagene Boxer war ziemlich schlapp und leistete keinen großen Widerstand. Unsere Mannschaft erkannte dies sehr schnell und riss sich ebenfalls kein Bein aus, für mich auf Grund der kommenden schweren Aufgaben auch bedingt verständlich. Schon sehr früh gelang uns durch Petric das 1:0, als er vor dem Tor völlig freistehend einköpfte. Es war gleichzeitig das 1. Tor, das ein Hamburger in dieser Saison zur 1:0-Führung schoss – und es war immerhin schon der sechste Spieltag. Warum die Gladbacher mit Marin und Neuville ihre gefährlichsten Spieler auf der Bank ließen, bleibt mir rätselhaft. Wahrscheinlich braucht man dafür einen Trainerschein, um das verstehen zu können. Erst als Marin ca. 20 Minuten vor Schluss aufs Feld kam, wurde es für uns etwas brenzliger. Ein Freistoß landete auf der Latte und ein weiterer Torschuss strich nur Millimeter am Tor vorbei. Allein diese beiden Situationen zeigen, wir hätten unbedingt auf das 2:0 hin spielen müssen, erst danach hätte man es gemütlicher angehen lassen sollen. Wie schnell bekommt man ein Gegentor und dann sind 2 Punkte verschenkt. Am Ende haben wir den Sieg doch nach Hause gebracht, und da die vor uns liegenden Mannschaften alle verloren haben, sind wir nun wieder Erster.

 

 

 

24.09.2008

 

 

Hamburger SV

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VfL Bochum

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Wird heute der Rückschlag verdaut?

 

Was kommt heute, nach zwei Enttäuschungen? Wie schon in meinem Vorspann zum Leverkusen Spiel erwähnt, ist es ganz normal, dass es Rückschläge gibt. Wichtig ist in solchen Situationen, die Ruhe zu bewahren. Eine große Gefahr sehe ich allerdings, denn ich hätte eigentlich eine gesunde Rotation von unserem Trainer erhofft, nur so können auf Dauer Missstimmungen vermieden werden. Ich gehe eigentlich davon aus, dass hochkarätige Spieler heiß sind für ihren neuen Verein zu spielen. Kommen Sie nicht regelmäßig zum Einsatz, werden sie sich ihre Gedanken machen und die erste Begeisterung wird schnell verflogen sein. Viele haben dadurch Schaden genommen (Bayern ist das beste Beispiel, zurzeit mit Podolski). Schaden tut sich der Verein dadurch aber auch selbst. Da wir in dieser Saison unbedingt einen Titel wollen, ist der DFB-Pokal eine gute Möglichkeit, um dieses Ziel zu erreichen. Mit dem Heimspiel gegen Bochum haben wir eine gute Chance, ins Achtelfinale zu kommen. Allerdings haben uns die Bochumer schon so manchen Streich gespielt, in der Meisterschaft aber auch im Pokal. Halbe Kraft voraus wird heute nicht reichen und könnte fatale Folgen mit sich bringen.

 

Das Achtelfinale im Pokal ist erreicht und der große Gewinner heißt Mladen Petric. Es darf einfach nicht sein, dass solch ein Mann, der lauffreudig, kopfballstark, stark am Ball ist sowie mit Torriecher- und Knipserqualitäten ausgestattet ist, immer nur ab der 60 Min. zum Einsatz kommt. Allerdings haben wir mit Olic und Guerrero noch zwei weitere sehr gute Stürmer. Gegen Bochum begann unsere Mannschaft wie ein Spitzenreiter, der zurzeit allerdings nur auf Platz 4 steht. Das frühe 1:0 gab uns natürlich auch die nötige Sicherheit. Bochum dagegen kam erst in der 42 Min. zur ersten Torchance. Ein Freistoß quer durch unseren Strafraum wurde von 3 Bochumern nur knapp verpasst und ging ebenso knapp an unserem Tor vorbei. Nach der Pause zogen die Bochumer die Zügel etwas an und erhöhten den Druck, ohne jedoch richtig gefährlich werden zu können. Ab der 60 Min. nahm dann wiederum unsere Mannschaft mehr und mehr das Spielgeschehen in die Hand, der Lohn dafür war das 2:0, wiederum durch Petric. Das Spiel tat uns allen gut und lässt Optimismus für die nächsten Aufgaben aufkommen.

 

 

18.09.2008

 

 

Hamburger SV

-

Unirea Urziceni

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Wer kommt denn heute zu uns?

 

Nach der Auslosung zur ersten Runde im UEFA-Cup, dachte ich zunächst an einen Verein der 4. Liga aus Zypern. Doch dann die Aufklärung, Unirea Urziceni, noch nie gehört, kommt aus Rumänien und ist Tabellenführer. Rumänische Mannschaften sind zwar nicht absolute Spitze in Europa, können aber an einem guten Tag jeden Gegner schlagen. Der Spitzenreiter sollte dazu erst recht in der Lage sein. Heute und in 2 Wochen müssen allerdings nicht solche Tage für Unirea sein. Ich hoffe, und sehe gute Möglichkeiten dafür, mit einem Sieg von mindesten 2 Toren Differenz eine gute Ausgangsposition heraus zu spielen. Allerdings bitte kein 4:2 nach 0:2 Rückstand.    

 

Erstmals in dieser Saison blieb unsere Mannschaft in einem Pflichtspiel ohne Tor, allerdings auch ohne Gegentor. Es traf in etwa ein, was ich im Vorspann bereits erwähnte. Rumänische Spitzenmannschaften können mit jedem mithalten, siehe auch 2 Tage vorher in der Champions League wo CFR Cluj (ebenfalls noch nie gehört) mit 2:1 bei AS Rom gewann. Unsere Mannschaft begann sehr verhalten. War man darauf bedacht, möglichst kein Gegentor einzufangen? Im UEFA–Cup können Gegentore schließlich doppelt zählen. Dafür lief es nicht so richtig im Angriff, zumal Unirea Urziceni ziemlich massiv in der Abwehr stand. Allerdings setzten sie immer wieder einige gefährliche Konter an, von denen ca. 50% im Abseits endeten. Nach der Pause versuchte unsere Mannschaft eine Schippe draufzulegen, aber ohne zählbaren Erfolg. Nach 60 Minuten stelle Unirea Urziceni das Fußball spielen ganz ein und stellte sich mit 10 Mann hinten rein. Trotz Daueroffensive gelang uns trotzdem kein Tor. Auffällig war, dass unsere nicht gerade kleingewachsenen Spieler (Reinhardt, Silva und auch Petric) gegen die langen Kerle in der Innenverteidigung von Unirea Urziceni keinen Kopfball bekamen. Unser neuer Innenverteidiger Silva spielte mit Licht und Schatten, einige Stellungsfehler, aber er ging auch immer wieder konsequent dazwischen. Trotz einem Pfostenschuss von Jarolim und einem Lattenaufsetzer von Trochowski sollte diesmal kein Tor gelingen. Nun haben wir genau die Situation, wie sie unser Trainer schon vor diesem Spiel einschätzte, die Chancen stehen bei 50: 50 (hoffentlich für uns).

 

 

 

 

 

13.09.2008

 

Hamburger SV

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Bayer Leverkusen   

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Die Kolumne zum Spiel: Heute wird es heiß !!!

 

Am 4. Spieltag kommt es mit Bayer Leverkusen zu einem Spitzenspiel. Wir sind hervorragend in die neue Saison gestartet und stehen auf Platz 2. Bei zwei Auswärtsspielen, unter anderem bei den Bayern, und nur einem Heimspiel ist das ein hervorragender Platz. Auch Bayer Leverkusen kann sich nicht beklagen. Sie haben eine junge Mannschaft, deren Tendenz deutlich nach oben führt. Mittelfristig kann hier eine hervorragende Mannschaft entstehen.

Bei uns hat sich nach dem letzten Heimspiel noch sehr viel getan. Nachdem mit Petric schon vorher ein richtig Guter geholt wurde, kamen mit Jansen und den beiden Brasilianern Silva und Neves noch 3 Topleute dazu. Selbstverständlich dürfen oder müssen wir sogar viel erwarten, wie es z. B Uwe Seeler ausdrückt, der die Champions League fordert, aber es gibt auch etliche Beispiele, bei denen Mannschaften trotz Topleuten nichts erreicht haben. Bayern München im vorletzten Jahr, Real Madrid vor 2 bis 3 Jahren oder auch in der letzten Saison AC Mailand bzw. der FC Barcelona, um nur einige Beispiele zu nennen. Wir müssen uns aber auch darüber klar sein, dass es auch für uns wieder Phasen geben wird, in denen es nicht so läuft wie wir es uns wünschen. Ich hoffe, dass auch in diesen Zeiten der angefangene Weg konsequent weiter verfolgt wird. Nur, wer etwas gut Angefangenes zu Ende bringt und nicht alles in Frage stellt, wie es einige Medien praktizieren, wird am Ende aus diesen Zeiten gestärkt hervorgehen. Heute geht es aber darum, Bayer Leverkusen geschlagen nach Hause zu schicken, das wird nicht einfach, sollte aber gelingen.  

 

 

Puh, was macht unsere Mannschaft mit uns? In 4 Spielen dreimal 0:2 zurückgelegen, zweimal noch gewonnen und einmal Unentschieden gespielt, das kann Nerven kosten. Ist das etwa die Taktik unseres neuen Trainers?

Bayer Leverkusen machte von Beginn an die Räume schon im Mittelfeld eng. Unser ballführender Spieler wurde sofort mit 2 oder 3 Spielern angegriffen. Dazu kam noch, dass die spielstarken Leverkusener auf Fehler und Konter warteten. Diese Einstellung klappte hervorragend und sie wurden mit einer verdienten 2:0 Führung belohnt, die auch noch höher hätte ausfallen können. Wie schon in Bielefeld, gelang uns aber noch vor der Pause der Anschlusstreffer, der psychologisch sehr wichtig war. Bayer Leverkusen schwächte sich zudem noch vor der Halbzeit durch zwei rüde Fouls von Manuel Friedrich selbst, die ihm die gelb-rote Karte einbrachte. Die Ordnung ging bei Bayer ein Stück verloren und wir kamen noch zum letztlich verdienten 3:2 Sieg. Unser neuer Brasilianer Thiago Neves brachte insgesamt eine gute Leistung. Ich bin aber überzeugt, da kommt noch mehr. Trotz aller Nerven: Lieber 0:2 zurückliegen und gewinnen als umgekehrt.  

 

 

23.08.2008

 

Hamburger SV

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Karlsruher SC

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Wie war das noch am 17.05.2008?

 

Endlich geht es wieder los und verbunden damit überall die gleiche Frage: Was macht der HSV? Wir haben zwar mit van der Vaart einen Top-Spieler verloren, trotzdem gibt es für mich keine Veranlassung zum Pessimismus. In der abgelaufenen Saison haben wir in der Hinrunde verletzungsbedingt 4 bis 5 Spiele ohne van der Vaart spielen müssen und keines davon verloren. In der Rückrunde gab es dagegen eine Negativserie trotz van der Vaart. Dies zeigt mir, van der Vaart war zwar sehr wichtig, aber nicht unersetzbar. Dazu kommt noch, dass wir uns mit Pitroipa und Petric sehr gut verstärkt haben. Noch während der EM habe ich gedacht: Petric bei uns, dass wäre super. Jetzt ist er da, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich glaube, Ivica Olic hat bei der EM gute Überzeugungsarbeit geleistet. Das Spiel in München hat zudem gezeigt, unsere Mannschaft ist auch in dieser Saison in der Lage, oben kräftig mitzumischen. Nun kommt wieder der KSC zu uns. Es muss ja nicht schon wieder 7:0 sein, ein paar Tore mehr, wäre auch nicht verkehrt. Allerdings glaube ich nicht, dass die Karlsruher sich nochmals so präsentieren werden wie im Mai. Wichtig ist, dass die 3 Punkte, egal mit welchem Ergebnis, am Ende in Hamburg bleiben, alles andere wäre eine Enttäuschung.

 

 

Puh, da haben wir mal richtig Glück gehabt. Der KSC präsentierte sich diesmal ganz anders als vor 3 Monaten. In der Abwehr standen sie sehr kompakt und ihre Konterangriffe waren fast immer brandgefährlich. Wahrscheinlich war das genau die Marschroute, die ihnen ihr Trainer mit auf dem Weg gegeben hat. Trotz allem Bemühen kamen wir nie so richtig zu Potte und es dauerte bis zur 24. Minute, bis wir unsere 1. (Doppel-) Chance durch Olic und Guerrero hatten. Dann fiel schließlich doch das 1:0 für uns, bezeichnenderweise durch ein abgefälschtes Eigentor.

 

Nach der Pause sah zunächst alles ganz anders aus, die Karlsruher machten zunächst das Spiel und unser Spiel war auf Konter angelegt. Der KSC wurde dabei immer gefährlicher und so war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fiel. Meine Platznachbarin prophezeite mir ca. 1 Minute vorher das 1:1 und schon war es geschehen. Danach wurde es dann aber hektisch und dramatisch. Olic war durch und kam zu Fall. Jeder, auch ich (saß nur 10 Meter vom Tatgeschehen entfernt), war überzeugt, das war ein Elfer. Nur der gute Schiri Rafati sah, dass Olic sich fallen ließ. Unsere Mannschaft setzte noch mal alles auf eine Karte und nach einem unberechtigten Eckball drückte Mathijsen den Ball zum 2:1-Endstand über die Linie. Auch wenn diese 3 Punkte recht glücklich waren, egal, wie oft haben wir unglücklich und durch falsche Schiedsrichter-Entscheidungen wichtige Punkte verloren? Da hat dann am Ende auch kein Hahn mehr nach gekräht.    

 

 

   Saison 2008/2009  

17.05.2008

 

Hamburger SV

-

Karlsruher SC

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Letzter Spieltag – letztes Jahr alles gewonnen ,

dieses Jahr alles verloren?

 

Haben wir letztes Jahr noch über das Erreichen des UI - Cups gejubelt, so können uns heute eventuell die Tränen in den Augen stehen, wenn wir nicht mal den schaffen würden. Sollte es tatsächlich so kommen, haben wir uns das selber zuzuschreiben. War es im letzten Jahr noch sehr viel Pech, sehr viele merkwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen und manchmal auch unerklärliche Umstände, so liegt es in diesem Jahr daran, dass wir seit Anfang des Jahres (nach dem Bayern Spiel) oft nur noch halbherzig Fußball gespielt haben. Aber auch unser Trainer muss sich einige Fragen gefallen lassen:

- Warum musste Mahdavikia unbedingt weg? Gerade auf den Außenpositionen hatten wir diese Saison großen Mangel: Vor 2 Wochen habe ich Werder gegen Cottbus gesehen. Cottbus war genau so destruktiv eingestellt (nur hinten drin) wie gegen uns. Werder hatte aber Geduld und die Außenpositionen gut besetzt. Beide Tore wurden von dort vorbereitet und die Stürmer brauchten nur noch den Fuß hinzuhalten. So wird eine Abwehr aufgerissen.

- Warum spielen wir so häufig nur mit einer Spitze? 

- Warum bekamen einige junge Hoffnungsträger so wenig Spielzeit bzw. wurden zuletzt gar nicht mehr berücksichtigt? Ben Hatira spielte vor der Saison mit der Deutschen U 19 ein hervorragendes Turnier und wurde zum besten Spieler gewählt. Er wurde aber so gut wie gar nicht (nur gegen Hertha) eingesetzt.

Choupo Moting spielte eine gute Hinrunde (wurde regelmäßig eingewechselt), beim Pokalspiel in Essen war er sogar der Beste auf dem Platz. Danach durfte er im nächsten Spiel von Beginn an spielen, allerdings auf der für ihn sehr ungewohnten Außenposition, spielte nicht so stark  und wurde nicht mehr berücksichtigt.

Sam kam Mitte der Rückrunde zu einigen Kurzeinsätzen auf der Außenposition, in denen er immer überzeugte. Warum war zum Schluss nicht mehr dabei?

Ich hoffe die Mannschaft besinnt sich heute und gibt noch mal alles, wie gegen Werder, und auch unser Trainer rückt bei seinem letzten HSV-Spiel etwas von seiner zuletzt gezeigten Taktik ab, Dann müsste es eigentlich klappen.

 

 

Lange Zeit dachte ich, in der falschen Arena zu sein. Schließlich wurde nebenan zur gleichen Zeit Handball gespielt. Dann wurde ich aber an den 16.02.1966 erinnert. An diesem Tag hatten wir Karlsruhe sogar mit 8:0 nach Hause geschickt. Also war ich doch in der richtigen Arena. Wie schon gegen Werder machte unsere Mannschaft von Beginn an Dampf und nach 20 Minuten hätten schon 3-4 Tore fallen können. Aber es stand immer noch 0:0, wie schon gegen Duisburg, Schalke und Werder. Diese drei letzten Heimspiele wurden alle mit 0:1 verloren. Dann fiel aber doch das 1:0 für uns. Und unsere Mannschaft machte weiter Druck, der zum 2:0 führte. Danach brachen die Karlsruher komplett zusammen und so fielen noch 5 weitere Tore (für uns). Sieben Tore in einem Spiel, normalerweise haben wir dafür zuletzt ein halbes Jahr gebraucht. Damit wurde der vierte Platz und somit ein UEFA–Cup-Platz gesichert. Danach gab es nur noch Begeisterung und Jubel, auch um Huub Stevens, der zuletzt wegen seiner defensiven Spielweise bei vielen nicht unumstritten war. Ihm sei dieser Abschied in dieser Form gegönnt. Das letzte Spiel darf aber nicht über die vielen vorherigen hinwegtäuschen. Nächste Saison muss einiges anders werden, denn wir wollen Schritt für Schritt ganz nach oben und andere drängen nach, insbesondere Wolfsburg. 

Hoffentlich ist bald wieder August…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07.05.2008

 

Hamburger SV

-

SV Werder Bremen 

0

 

1

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Kommt jetzt die Wende?

 

Eigentlich muss es für uns ein normaler Anspruch sein, in Rostock zu punkten, ohne überheblich sein zu wollen. Diesmal war die Voraussetzung auf Grund unserer vorhergehenden Spiele jedoch nicht unbedingt so gegeben. Dann haben wir aber doch drei Tore erzielt (eigentlich sogar vier – aber über das letzte hüllen wir mal den Mantel des Schweigens) und drei Punkte geholt. Dazu haben noch unsere eigentlichen Torjäger (mit zuletzt großer Ladehemmung) Olic und van der Vaart die Tore geschossen. Diese Tatsache lässt mich hoffen, dass es nun auch gegen Werder so weiter geht. Mit einem Sieg können wir einen UEFA-Cup-Platz festigen. Ich möchte zwar noch nicht darauf spekulieren, aber selbst ein Champions-League-Platz wäre noch möglich. Ob Rostock die Wende war, wird sich heute zeigen. Allerdings ist Werder ein ganz anderes Kaliber als Hansa. Eine Niederlage könnte umgekehrt sogar den UI–Cup Platz in Gefahr bringen.

 

Doch keine Wende und nun sind auch die Champions-League-Träume endgültig vorbei. Allerdings macht es Hoffnung, dass unsere Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute den absoluten Willen zeigte, das Spiel gewinnen zu wollen. Dies war nicht immer so. Außerdem stimmte die Leistung. Es war ein packendes Derby, nur mir falschem Ergebnis. Besonders in der zweiten Hälfte roch es förmlich nach einem Tor für uns, aber es fehlten einige Male Bruchteile von Sekunden oder nur wenige Millimeter. Hinzu kam noch, dass der Mann, der so gern in rosaroter Wäsche rum läuft, einige Male hervorragend hielt, einen Ball aus dem Winkel fischte und wenn alles nichts mehr half, Olic einfach umrammte. Schade, dass diese Leistung nicht mit Punkten belohnt wurde, aber man kann darauf aufbauen. Alle HSVer können trotz Niederlage mit erhobenem Kopf in die beiden letzten Spiele gehen.

 

 

 

 

 

26.04.2008

 

Hamburger SV

-

Schalke 04 

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1

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Letzte Ausfahrt Champions-League

 

Vor wenigen Wochen sah alles noch ganz anders aus: Wir waren Zweiter und hatten die Bayern in Reichweite vor uns. Unsere halbherzige Spielweise hat uns aber weit zurück geworfen und so spielen wir gegen Schalke fast um unsere letzte Champions-League-Chance. Von den letzten 7 Spielen haben wir nur

1 Spiel mit einem Sieg beendet und gerade insgesamt mal 3 Tore erzielt, und dass, obwohl Heimspiele gegen Bielefeld und Duisburg dabei waren. Die gute Ausgangsposition ist verspielt, denn Werder liegt inzwischen mit 5 Punkten vor uns und ist nur noch sehr schwer einholbar. Gegen Schalke muss unbedingt ein Sieg her, damit wenigstens noch der Platz 3 erreicht werden kann. Bei einer Niederlage ist auch dieser kaum noch möglich, und auch die Qualifikation für den UEFA-Cup wird dann immer schwieriger. Hoffentlich besinnt sich unsere Mannschaft und gibt die halbherzige Spielweise nach vorn auf. Gegen Hertha, auch wenn die Leistung nicht gerade berauschend war, konnte man diesen Willen erkennen. 

 

 

Jetzt sind wohl auch die letzten Champions-League-Träume endgültig ausgeträumt. Wir müssen sehr aufpassen, damit wir überhaupt in der nächsten Saison international spielen können. Schalke war bereits das 4 Spiel ohne Torerfolg. Der Wille, was machen zu wollen, war diesmal erkennbar, aber der frühe, vermeidbare Gegentreffer hat uns auf die Verliererstrasse gebracht. Atouba griff seinen Gegenspieler nicht richtig an, so dass er ungehindert zum Flanken kam und in der Mitte war Kuranyi völlig frei und köpfte ungehindert zum 0:1 ein. Warum war Bastian Reinhardt in dieser Situation ca. 3 m von Ihm entfernt? In der 6. Minute fast das 0:2. Aber Altintop, der frei auf Rost zulief, hob den Ball über unseren Torwart und auch am Tor vorbei. Unsere Mannschaft versuchte endlich mal wieder von Anfang an, kämpferisch dagegen zu halten, kam aber spielerisch nicht so richtig zu Potte. Dazu kam, dass Olic, der zurzeit, wie einige andere, total außer Form ist, 2 gute Chancen vergab. Beim ersten Mal scheiterte er frei vor dem Tor an Neuer. Und beim zweiten Mal kam er ähnlich wie Kuranyi frei zum Kopfball, setzte ihn aber neben das Tor. Schalke hielt aggressiv dagegen und ging immer wieder sofort auf unseren Ball führenden Spieler, so dass  unser Spiel einfach nicht zur Entfaltung kam. So blieben wir auch diesmal vor dem gegnerischen Tor ziemlich harmlos und wiederum ohne Tor. Dazu kommt noch unsere Taktik mit nur einem Stürmer, der sich auch immer wieder nach hinten zurück zieht und somit bei Kontermöglichkeiten vorne nicht zur Verfügung steht. Hier muss sich unbedingt noch in dieser Saison was ändern und nicht erst in der nächsten.

 

 

 

05.04.2008

 

VfB Stuttgart

-

Hamburger SV

1

 

0

 

 

Bericht vom Auswärtsspiel in Stuttgart am 05.04.2008:

Statt Spätzle gab es nur Maultaschen

 

 

Früh am Sonnabend flogen Torsten und ich zu unserem Auswärtsspiel nach Stuttgart. Nach der Ankunft holten wir Steffen am Hauptbahnhof ab, der mit der Bahn angereist war. Dort trafen wir uns auch mit Tobias und Florian vom christlichen VfB-Fanclub „Stuttgarter – CVJM - Buaben“.

 

Nach kurzer Begrüßung und gegenseitigem Austausch von Schals, Wimpeln und DVD´s ging es in die Stuttgarter Innenstadt, der Königsstrasse (Einkaufsstrasse) entlang zum Schlossgarten. Da das Wetter nicht dazu einlud, sich weiter im Freien aufzuhalten, fuhren wir schon sehr früh zum Stadion. Dort hingen Tobias und Florian unseren Banner „JESUS HEILT“ direkt neben ihrer Fahne im VfB Fan-Block auf. Schließlich sollten auch die Stuttgarter diese Wahrheit mal aus unmittelbarer Nähe lesen können.

 

Das Spiel war für uns wie so oft in letzter Zeit zunächst nicht so prickelnd. Der Ball wurde nur verwaltet und man hoffte, dass irgendwie schon ein Tor für uns fällt. Dieses Tor fiel aber nicht für uns, sondern für den VfB. Nach der Pause war unsere Mannschaft dann endlich aufgewacht und gab Gas.  Leider wieder mal zu spät, denn der VfB wurde durch unsere lasche Spielweise in der ersten Hälfte aufgebaut und kämpfte mit Glück, Geschick und viel Einsatz hoch motiviert bis zum Ende des Spiels. Trotz guter Chancen gab es am Ende statt Spätzle (ich mein damit natürlich Schätzle = Punkte) nur was auf die Maultasche, und das tat richtig weh.

 

Nach dem Spiel trafen wir unsere Stuttgarter Freunde wieder, die uns nach der unnötigen Niederlage trösteten und aufbauten. Während Steffen beim Fanclub-Treff in der CVJM-Gemeinde noch die Sportschau mit den Stuttgartern sah, fuhren Torsten und ich nach Beilstein, wo wir bei meinen Bekannten übernachteten. Am Sonntag nach dem Gottesdienst machten wir einen kleinen Spaziergang durch die schwäbischen Weinberge, der durch einen Hagelschauer jäh gestoppt wurde. Umso beeindruckender und kraftvoller war der anschließende Regenbogen, über den wir uns sehr freuten, zumal in der Bibel steht, dass Gott an den Bund denkt, den er mit uns geschlossen hat, wenn er einen Regenbogen erscheinen lässt.

 

Besonders schön war auch der Abstecher zu einer nahe gelegenen Burg, die wir mit meinen Bekannten besuchten.  Am Montag ging es bereits wieder zurück nach Stuttgart, wo wir noch genügend Zeit für einige Besichtigungen hatten. So waren wir auch am Gospel Forum, der größten christlichen Gemeinde in Deutschland, bevor unser Flieger gegen 22.00 Uhr wieder in der schönsten Stadt der Welt landete.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29.03.2008

 

Hamburger SV

-

Arminia Bielefeld

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Es geht nur mit Volldampf

 

Leider lassen wir in der letzten Zeit immer wieder auswärts Punkte liegen. Warum nach der 1:0-Führung in Wolfsburg unser druckvolles Spiel einfach aufgegeben wurde, bleibt mir unverständlich. Bastian Reinhardt hat es so ausgedrückt: Nach dem 1:0 haben wir einfach nicht mehr genug nach vorn getan. Die Quittung war das 1:1 durch eine Nachlässigkeit von Trochowski. Statt mit dem Ball ungehindert nach vorn zu laufen, drehte er sich nach hinten um, verlor den Ball und schon war es geschehen. Zum Glück sieht unser Spiel zu Hause anders aus, siehe Frankfurt, Leverkusen und Dortmund. Auch wenn es nur gegen Bielefeld geht, muss wieder bis zum Schluss mit Volldampf gespielt werden. Bielefeld gewann in diesem Jahr zwar noch kein Spiel, aber sie sind nach wie vor Erstligist und stehen noch nicht mal auf einem Abstiegsplatz. Mit Volldampf-Fußball wird man auch die Ausfälle von Mathijsen, Kompany und de Jong verkraften können und die 3 nötigen Punkte holen. 

 

Es gab leider kein Volldampf-Fußball und für alle HSVer wurde das Spiel zu einer Enttäuschung. Bielefeld stand, wie erwartet ziemlich massiv in der Abwehr und unsere Mannschaft fand einfach kein Mittel, diese zu knacken. Leider kommen von unserem Trainer auch keine taktischen Maßnahmen, mehr als 1 Stürmer gibt es nun mal nicht. Wie schon in einigen Spielen zuvor ging nur sehr wenig über Außen. Um aber einen Abwehrriegel zu knacken, ist dies einfach erforderlich, damit sich die gegnerischen Abwehrspieler nicht nur um den 16er herum konzentrieren müssen. Die einzigen 3 Schüsse Richtung Bielefelder Tor in der ersten Halbzeit gab es zwischen der 25. und 31. Minute. Nach der Pause wurde es zunächst etwas besser, in der 53. Minute gab es die erste große Möglichkeit durch van der Vaart, der ansonsten wiederum blass blieb. Eine Minute später verfehlte Troche nur knapp den rechten Torwinkel, dazu gab es noch 2 weitere Möglichkeiten durch Guerrero. Nachdem wir uns durch Jarolims Platzverweis selbst geschwächt hatten, fiel das 1:0 für Bielefeld nach einer Ecke, ihre bis dahin einzigste Möglichkeit. Es roch stark nach einer bitteren Niederlage. Zum Glück gelang uns dann doch noch der Ausgleich durch unseren Neuzeittorjäger Guerrero. Ingesamt hatte unsere Mannschaft viel zu wenig geboten und damit eine gute Chance vertan, sich oben noch etwas abzusetzen, da erstaunlicherweise keine Spitzenmannschaft gewann. Trotzdem stehen wir noch auf den 2. Platz und lassen uns nicht entmutigen, denn die anderen schwächeln ebenfalls hin und wieder.

 

15.03.2008

 

Hamburger SV

-

Bor. Dortmund

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Nicht mehr um Titel, sondern um guten

Tabellenplatz

 

Die Titelträume sind mit dem Aus im UEFA-Cup in dieser Saison nun endgültig abgehakt. Unser Hauptziel muss sein, mindestens Platz 5 zu erreichen oder wenn möglich unter die ersten drei zu kommen. Dortmund kann ein sehr unangenehmer Gegner werden, öfters pfui, aber manchmal auch hui. Heute gibt es nur ein Ziel: Dortmund nicht zum Hui-spiel kommen zu lassen und wie im Hinspiel klar überlegen sein und auch die entsprechenden Tore schießen. Mit einem Sieg können wir den 3. Platz, auch wenn es noch 10 Spiele gibt, festigen bzw. sogar den 2. Platz erreichen. Um das zu erreichen, muss heute, wie gegen Leverkusen, alles gegeben werden. 

 

Wir haben gewonnen, und das wieder zu Null. Allerdings war der Sieg ein hartes Stück Arbeit, denn die Borussia hatte sehr gut mitgehalten. In der ersten Halbzeit waren die Spielanteile in etwa gleichmäßig verteilt. Allerdings hatten wir ein deutliches Übergewicht an Chancen. Insgesamt gab es 5 gute Möglichkeiten. Wieder einmal, wie schon gegen Leverkusen, stand ein klasse Torwart zwischen den Pfosten des Gegners und zweimal retteten Pfosten bzw. Latte die Dortmunder vor einem Rückstand. So ging es mit 0:0 in die 2. Halbzeit. Dann fiel aber endlich das 1:0 durch Guerrero. Wer nun aber dachte, Dortmund ist im Sack, irrte kräftig. Sie setzten nun alles auf eine Karte, machten richtig Druck und es roch nach dem Ausgleich. Zum Glück versemmelten auch die Dortmunder gute Möglichkeiten, wir allerdings auch noch zwei. Zudem haben wir mit Frank Rost einen sehr guten Torwart. Es blieb bis zur 90 Minute sehr spannend. Ich glaube, jeder HSVer wird zufrieden nach Hause gefahren sein. Ich wünsche mir allerdings öfters ein Spiel wie gegen Frankfurt, indem man nicht bis zur 90. Minute zittern muss.   

 

 

12.03.2008

 

Hamburger SV

-

Bayer Leverkusen 

3

 

2

 

 

Die Kolumne zum Spiel: 2 Tore müssen mindestens her

 

Nach dem guten und erfolgreichen Frankfurt-Spiel gab es 2 Enttäuschungen: 0:1 im Hinspiel gegen Leverkusen und nur 0:0 gegen sehr schwache Nürnberger. In Leverkusen hatten wir uns insbesondere in der 1. Halbzeit nur versteckt und ich wurde an 2 Jahre zurück erinnert. Ebenfalls im Achtelfinale, damals in Bukarest hatten wir uns auch nur versteckt. Auch im letzten Jahr in der Champions-League in Moskau und in Porto versteckten wir uns auswärts. Jedes mal war die Folge, wir flogen raus. Gegen Leverkusen müssen nun mindestens 2 Tore her und die Abwehr muss stehen, denn 1 Gegentor und wir benötigen schon 3 Tore, um weiter zukommen. Es muss also wie gegen Frankfurt druckvoll nach vorn gespielt werden. Nur so haben wir eine Chance, die nächste Runde zu erreichen. 

 

Es hat mal wieder nicht gereicht, ein verschlamptes Hinspiel umzubiegen. Bitter, denn unsere Mannschaft hat gut gespielt und hervorragend gekämpft. Leider wurden aber auch einige gute Möglichkeiten (8. Min. –

10. Min. – 41. Min. – 47. Min. – 70. Min.) ausgelassen bzw. ein Wahnsinnstorwart hatte sie mit tollen Reflexen zunichte gemacht. Dazu kam noch ein Schirigespann, das an dem Tag offenbar nicht auf der Höhe war. Einmal allerdings profitierten wir auch davon, denn Guerrero hätte nach seinem Ellbogencheck die rote Karte bekommen müssen. Unser Vorstandvorsitzender Bernd Hoffmann gab vor, unser Anspruchsdenken muss in jedem Jahr das Viertelfinale im Europacup sein. Diese Vorgabe kann ich absolut teilen, leider haben wir dies in dieser Saison nicht erreicht. Vielleicht lernen wir ja doch mal etwas und treten in der nächsten Saison auswärts auch gegen starke Gegner mutiger auf. 

 

02.03.2008

 

Hamburger SV

-

Eintr. Frankfurt 

4

 

1

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Was macht ein Adler im Sturm?

 

Ich bin kein Vogelexperte, weiß es also nicht ganz genau. Trotzdem kann ich mir aber sehr gut vorstellen, dass der Adler sich nicht entspannt und Beute suchend, von den Aufwinden tragen lässt. Er wird wie viele andere auch irgendwo Schutz suchen. Ich hoffe, dass es den Frankfurter Adlerträgern genauso geht. Schutz im doppelten Sinn des Wortes: Zum einen durch den Sturm über Hamburg und zum anderen hoffentlich durch den Sturm unserer Mannschaft, der den zweifelsfreien Höhenflug der Eintracht in der Bundesliga stoppen muss. Auch ein Adler braucht schließlich mal eine Ruhepause und die sei ihm gegönnt. Leicht wird es für unsere Mannschaft nicht, aber wenn wir oben dran bleiben wollen, müssen wir gewinnen. Gegen Wolfsburg kam das bittere Pokal-Aus, insbesondere deshalb, weil wir beste Chancen ungenutzt ließen und nicht weil wir schlecht gespielt haben. Gegen Frankfurt müssen wir, erstens eine Überlegenheit herausspielen und zweitens unsere Chancen wieder nutzen, wie gegen Bochum.

 

In einem guten Bundesligaspiel gab es am Ende einen klaren Sieg für uns. Getragen von der schnellen 1:0 Führung ließ unsere Mannschaft bis zur 25 Min. Ball und Gegner sehr gut laufen. Allein bis zur 15 Min. gab es noch 4 gute Tormöglichkeiten. In den letzten 20 Min. der ersten Halbzeit ließ unsere Mannschaft naturgemäß etwas nach und die Eintracht konnte das Spiel offener gestallten. Nach der Pause fiel wiederum ein schnelles Tor für uns und man hatte das Gefühl, das war es. Dann kam aber doch der Anschlusstreffer und plötzlich sah alles wieder anders aus. Die Eintracht tat alles, um den Ausgleich zu erzielen und der wäre ihnen auch fast gelungen. Eigentlich hätte er ihnen zu 100% gelingen müssen. Nach einem katastrophalen Abspielfehler von Zidan hatte der von den Medien zum Wundermann erkorene Frankfurter Stürmer Fenin nur noch Joris Mathijsen vor sich. Aber anstatt den Ball abzuspielen, zwei Frankfurter waren frei vor Rost im Sechzehner, versuchte er Mathijsen auszuspielen. So etwas sollte man eigentlich nicht machen und schon war die Chance vorbei. Frankfurt versuchte weiter alles, Funkel wechselte seinen Torjäger Amanatidis ein, der zunächst auf Grund eines Handbruches nur auf der Bank saß. Nur wenig später fiel dann die Entscheidung durch das 3:1 und sogar noch das 4:1. Ein verdienter Sieg, vielleicht um ein Tor zu hoch, mir aber egal. Der Adler kann nach Hause fliegen. Ich glaube jeder HSVer konnte 100% zufrieden nach Hause fahren.

 

 

21.02.2008

 

 

Hamburger SV

-

FC Zürich

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Mehr als ein Freundschaftsspiel?

 

UEFA – Cup oder pflichtgemäßes Freundschaftsspiel ist die Frage. Ich glaube der FC Zürich ist einfach zu schwach, um uns noch gefährlich werden zu können. Das 5:0 gegen Leverkusen und auch das 3:1 (oder war es doch ein 3:0?) gegen unsere Mannschaft in Zürich sprechen eine deutliche Sprache. Angesicht der Tatsache, dass am Sonntag das etwas schwierigere Auswärtsspiel in München auf uns wartet, wäre es verständlich, wenn sich keiner in diesem Spiel ein Bein ausreißt. Ich gehe sogar davon aus, dass unser Trainer den einen oder anderen ganz draußen lässt bzw. ihn frühzeitig auswechselt. Unsere Mannschaft darf nur eines nicht, wie eine Kneipenmannschaft im Urlaub auftreten

 

Das Ergebnis mag zwar eine kleine Enttäuschung sein, aber insgesamt haben wir das Spiel ungefährdet und ohne großen Aufwand über die Bühne gebracht. Der FC Zürich wirkte auf mich überraschenderweise sehr kampfstark. Das hatte ich den Schweizern gar nicht zugetraut. Haben sie sich wirklich noch eine Chance ausgerechnet, oder wollten sie nur ein achtbares Ergebnis erzielen, was ihnen ja auch gelungen ist. Der FC Zürich blieb trotz des Kampfes harmlos, erst um die 70 Min. herum gab es für sie die erste Torchance. Wir allerdings waren auch nicht viel gefährlicher, hatten aber in der 1. Halbzeit eine Doppelchance durch Trochowski und anschließend durch Demel. Erst zum Schluss des Spieles wurde es etwas munterer, sowohl wir als auch Zürich hätten durchaus ein Tor machen können. Insgesamt war es so, wie ich es erwartet hatte und auch in Ordnung fand, wir waren locker weiter. Ein Tor hätten wir aber doch schießen sollen, dann wäre ich ganz zufrieden.

 

 

17.02.2008

 

Hamburger SV

-

VfL Bochum

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Höchste Zeit für einen Sieg

 

Fünf Spiele in der Bundesliga ohne Sieg, aber auch nur eine Niederlage, heute muss  sich das ändern. Bochum sollte aber nicht unterschätzt werden, schließlich haben sie vor kurzem bei Werder gewonnen. Allerdings, und das beruhigt mich, bekommt man nicht alle 2 Wochen ein Tor anerkannt, bei dem der Schütze 5 m im Abseits steht. Unser letzter Heimsieg gegen Bochum ist schon lange her, am 10.02.2001, als wir klar mit 3:0 gewannen. Dazwischen lagen einige Enttäuschungen, sogar gegen bereits abgestiegene Bochumer. In Leverkusen zeigte unsere Mannschaft eine sehr überzeugende Leistung, der Gegner aber auch, so dass man mit dem 1:1 durchaus zufrieden sein kann. An diese Leistung und auch an der 2. Halbzeit von Zürich sollte unsere Mannschaft anknüpfen und dann müsste es eigentlich mit 3 Punkten klappen.

 

Ja, es hat geklappt gegen Bochum. Die 1. Halbzeit scheint uns aber zurzeit nicht so zu liegen, wie schon gegen Hannover und auch gegen Zürich. Wir waren zwar die bessere Mannschaft, konnten aber erst in der 40 Min. Kapital daraus schlagen. Eine Traumkombination: Kompany mit Supertrick, dann weiter auf Guerrero, der mit Superpass auf Trochowski, der uneigennützig auf Olic und der brauchte den Ball dann nur noch reinzuhusten Im Fernsehen wurde dann aber deutlich, dass bevor der Ball zu Kompany kam, ein Handspiel von Olic voraus ging. Besonders fiel mir auf, dass unsere linke Angriffsseite ständig verwaist war. Olic ist mit Sicherheit kein Außen. Er zieht immer wieder in die Mitte, was sich ja auch mit 9 Toren ausgezahlt hat. Von der Seitenlinie schießt man nun mal keine Tore. Trotzdem muss die linke Angriffseite permanent besetzt sein. Und zwar auch dann, wenn Atouba nicht dabei ist, der öfters in diese Lücke stößt. Allein bis zur 23 Min. kamen 4 Flanken bzw. Ecken in diesen freien Raum und weit und breit war kein Abnehmer da. Dazu kommt noch, dass die Besetzung dieses Raumes auch die gegnerische Abwehr auseinander reißt und sie die Räume auf unserer rechten Angriffsseite nicht total dicht machen können. Nach der Pause war unserer Mannschaft deutlich abzuspüren, dass sie eine schnelle Vorentscheidung suchte. In der 64 Min. war es dann soweit: Jarolim  sorgte für das 2:0 und später auch noch für den 3:0. Im Fernsehen konnte man aber sehen, es war Abseits, allerdings nicht 5 m sondern eher 5 mm. Jarolim unser neuer Torjäger: 3 Tore in 3 Tagen, hoffentlich bleibt das so, normal sind bei ihm eher, 3 Tore in 3 Jahren. Die Schlussviertelstunde wurde dann von unserem Trainer für einige sinnvolle Experimente genutzt, Putsilo und Odjidja-Ofoe kamen zu ihren ersten Bundesligaeinsätzen. Insgesamt, wenn auch mit etwas Schiedsrichterhilfe (oft genug sind wir ja auch benachteiligt worden), ein hoch verdienter Sieg. 

 

 

02.02.2008

 

Hamburger SV

-

Hannover 96

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Jetzt wird es spannend!

 

In der Hinrunde wird in der Regel  die Richtung der Saison eingeschlagen, in der Rückrunde geht es dann ans Eingemachte. Wir stehen auf einen hervorragenden 3.Platz und den gilt es in der Rückrunde zu stabilisieren oder sogar auszubauen. Wir sollten allerdings in dieser Saison noch nicht zu sehr auf die Deutsche Meisterschaft schauen. Schließlich gibt es noch andere Titel, die wir holen können. Ich wäre aber nicht sauer oder bekäme gar einen Tobsuchtsanfall, wenn wir doch Deutscher Meister würden. Gegen Hannover hatten wir uns in den letzten Jahren immer sehr schwer getan, aber jede Serie geht einmal zu Ende. Bereits beim Auswärtsspiel am 1. Spieltag haben wir dies mit unserem 1:0 Sieg bewiesen und heute soll (muss) es so weitergehen. Ein Sieg, gerade zu Beginn der Rückrunde, schafft Selbstbewusstsein, das im Fußball ein wichtiger Faktor für weitere gute Leistungen und Resultate ist. Die Vorbereitung verlief sehr gut, allerdings zählt das in den Pflichtspielen nicht mehr. Schon oft haben wir, aber auch andere Mannschaften erfahren müssen: Gute Leistungen in der Vorbereitung, schlechte Leistung in den Pflichtspielen oder umgekehrt. Trotzdem gibt es keinen Grund, im Spiel gegen Hannover nicht einen Sieg zu erwarten.  

 

Man muss mit dem 1:1 sehr zufrieden sein, denn es hätte schlimmer kommen können. Besonders in der 1. Halbzeit hatten wir außer Einsatz nicht viel zu bestellen. Hannover war uns spielerisch und läuferisch klar überlegen und hatte einige gute Torchancen. Imponierend war für mich das schnelle direkte Spiel, das uns immer wieder in Verlegenheit brachte. Dazu kam dann auch noch die unglückliche Schiedsrichteransetzung. Mir ist es absolut unverständlich, wie man bei einem unmittelbaren Konkurrenten der Bayern einen Münchner als Schiedsrichter einsetzen kann. Was würde es für einen Aufschrei aus München geben, wenn ein Hamburger bzw. ein Bremer Bayern-Spiele pfeifen würde. Nach der Pause machte unsere Mannschaft deutlich mehr Druck. Daraus resultierte dann auch in der 54. Minute unsere erste Torchance und nachdem Guerrero ins Spiel kam gab es noch mehr davon. Nachdem sich Guerrero zweimal entschied, direkt aufs Tor zu schießen, statt den besser postierten Olic anzuspielen, fiel dann endlich doch der Ausgleich durch Olic und es gab sogar Möglichkeiten zum Sieg. Hannover war nur noch auf Konter bedacht, die hatten es aber fast immer in sich. Einige Male Rost und einmal der Pfosten ließen dann das Spiel 1:1 ausgehen. Aufgrund der deutlichen Steigerung des HSV in der 2. Halbzeit war das Unentschieden für Hannover letztlich glücklich, aber nicht unverdient.  

 

 

30.01.2008

 

 

Rot-Weiß Essen 

-

Hamburger SV

0

 

3

 

 

Bericht vom 3:0 – Auswärtssieg

bei Rot-Weiß Essen

im Achtelfinale des DFB-Pokals

am 30.01.2008

 

Vor der Pokalauslosung zum Achtelfinale hatte ich mir RW Essen als Gegner gewünscht. Ein Traditionsverein mit einem kleinen, engen Stadion alter Art und einer guten Atmosphäre. Zudem waren wir fußballmäßig noch nicht in Essen, weil es in den letzten Jahrzehnten ja nicht oft die Gelegenheit gab, zu einem Pflichtspiel nach Essen zu fahren. Schließlich schien es eine vermeintlich leichte lösbare Aufgabe für den HSV zu sein.

 

Am Tag vor dem Spiel rief ich Thomas, einen Pastor und Rot-Weiß-Fan aus Essen an, der gerne einen christlichen RWE-Fanclub gründen möchte. Er teilte mir den aktuellen Zustand der Mannschaft mit. Seine Hoffnung auf ein Weiterkommen von Rot-Weiß war aufgrund der langen Verletztenliste sehr gering.

 

Um ins Stadion zu kommen gab es etliche Sicherheitsvorkehrungen, wie ich sie bisher noch nicht erlebt habe. Neben den 3 Sicherheitsschleusen für die Fans patrouillierten Polizisten mit Sprengstoffhunden. Für jeden einzelnen Fan haben sich die Sicherheitskräfte sehr viel Zeit beim Einlass genommen, so dass man dankbar sein konnte, dass ins Stadion an der Hafenstraße nur 21.500 Zuschauer hineinpassen.

 

 

 

Von Beginn an machten die Hamburger auf dem Rasen und den Rängen das Spiel. Durch die frühe Führung durch van der Vaarts Kopfball in der 6. Minute sackte die Stimmung bei den RWE-Fans fast auf den Gefrierpunkt. Die Stimmung der Essener passte sich damit den äußeren Temperaturen nahtlos an. Der Stadionsprecher monierte in der Halbzeitpause die „Friedhofsstimmung“ der Essener Fans. Der HSV tat zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als nötig und hielt die Essener weitgehend unter Kontrolle. Die Stimmung der 2.500 mitgereisten Hamburger lief dagegen auf Hochtouren.

 

 

Nach der Pause nahmen sich die RWE-Fans die Worte des Stadionsprechers zu Herzen und feuerten ihre Mannschaft so an, wie ich es von Beginn an erwartet hätte. Die aufkeimende Hoffnung erstickte Trochowski jedoch bereits sieben Minuten nach Wiederanpfiff mit einem trockenen Schuss aus 22 Metern zum 2:0. Nur drei Minuten später entschied Olic das Spiel mit dem 3:0 endgültig. Zwar gab es noch einige Chancen, besonders für den HSV, aber vor allem wegen mangelnder Konzentration blieb es bei dem verdienten 3:0 – Sieg.

 

Besonders freuten wir uns, dass wir unsere TO-Mitglieder Esther aus Essen sowie Magnus und Daniel aus Schwelm bei Wuppertal mal wiedersehen konnten.

 

Mit dem 3:0 – Erfolg steht der HSV seit 11 Jahren wieder einmal im Viertelfinale, wo wir am 27.2.2008 in Wolfsburg spielen werden. Wir freuen uns schon auf die große Kulisse der HSV-Fans.

 

 

 

(Torsten Hüner)

 

 

 

 

 

 

20.12.2007

 

 

Hamburger SV

-

FC Basel

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Gruppenerster ohne Gegentor?

 

Sollten wir auch das heutige Spiel ohne Gegentor überstehen, sind wir auf jeden Fall Gruppenerster und es wäre ein toller Abschluss eines hervorragenden Jahres. Anfang 2007 sah alles noch sehr trostlos aus. Aber heute stehen wir in etwa da, wo wir von unserem Leistungsvermögen her hingehören. In der Bundesliga sind wir oben mit dabei, im Pokal sind wir noch vertreten und im UEFA – Cup haben wir zumindest als Zweiter die nächste Runde erreicht. Unsere Mannschaft zeigt überwiegend gute Leistung und fast in allen Spielen, auch gegen Cottbus, war der unbedingte Wille, das Spiel gewinnen zu wollen, erkennbar. Auf Grund dieser Tatsachen sollten wir Basel schlagen und Gruppenerster werden. Dies hätte - im Gegensatz zu einem Gruppenzweiten - den Vorteil, in der nächsten Runde wahrscheinlich einen etwas leichteren Gegner zugelost zu bekommen. Basel war für mich, nach Rennes und Zagreb, nur die Nr. 4 in unserer Gruppe. Das Basel auch schon vor dem letzten Spiel die nächste Runde erreicht hat, zeigt deutlich, dass sie wesentlich höher einzuschätzen sind. Es wird also kein Selbstgänger für uns und wir müssen noch einmal in diesem Jahr richtig Gas geben. 

 

Leichte Enttäuschung: Nur 1:1 gegen einen Gegner, der fast das ganze Spiel über auf Torsicherung bedacht war. Es gibt Vereine, die suchen sich die Farbe ihrer Spielkleidung nach ihrem Leistungsvermögen aus. Trotz des Einheitsgraus von Basel, trotz deutlicher Überlegenheit und trotz guter Tormöglichkeiten konnten wir keinen Nutzen daraus ziehen. Hätten wir alle Chancen genutzt, am Anfang zweimal und am Ende der ersten Halbzeit viermal, wäre schon zur Halbzeit alles klar gewesen. So aber mussten wir uns mit einem 0:0 zur Halbzeit zufrieden geben. Es lag aber auch daran, dass unsere Mannschaft es oft zu gemütlich angehen ließ und Basel immer wieder die nötige Zeit fand, um sich in der Abwehr zu formieren. Anfang der zweiten Halbzeit war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Einmal hinten geschlafen und schon führt Basel mit 1:0 und dass, obwohl sie nur noch mit 10 Spielern auf dem Platz waren, da einer von ihnen mit Gelb – Rot vom Platz musste. Unsere Mannschaft versuchte nun endlich, den nötigen Druck aufzubauen, um den Baseler Riegel zu knacken. Aber Basel wurde hinten immer selbstsicherer und ließ nur noch den hoch verdienten Ausgleich durch Olic zu. Trotz allem, wir haben unser Ziel, Gruppenerster zu werden, erreicht und können insgesamt mit dem Jahr 2007 sehr zu frieden sein.

 

 

08.12.2007

 

Hamburger SV

-

Energie Cottbus 

0

 

0

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Knacken wir den Riegel ?

 

In dem Fußballplaner von bpa Sportpresse heißt es zu diesem Spiel: Zu Hause brennt gegen Energie nichts an. So soll es auch heute sein, denn die 3 Punkte wären sehr wichtig für uns. Bisher gab es gegen Cottbus zu Hause kaum Probleme, abgesehen von der letzten Saison, wo wir schon kurz nach dem 1:0 den Ausgleich zum Endstand von 1:1 hinnehmen mussten. Allerdings lief im letzten Jahr fast alles schief, was man in diesem Jahr nicht behaupten kann. Wir sind klarer Favorit und müssen die 3 Punkte holen. Energie darf aber nicht unterschätzt werden, denn ihr Sieg letzte Woche gegen Karlsruhe wird ihnen sicher neues Selbstbewusstsein gegeben haben.

 

Enttäuschung, kein Sieg gegen Cottbus. Trotzdem kann man unserer Mannschaft kaum einen Vorwurf machen. Sie hat bis zum Ende alles versucht und auch alles gegeben. Energie hielt in den ersten 15 Minuten sogar dagegen. Aber nachdem unsere Mannschaft mehr und mehr Druck machte, stellten sie sich nur noch hinten rein. Leider kam bei uns nicht genug von den Flügeln, denn nur so hätte man die Cottbuser Abwehr aufreißen können. Olic zog es immer wieder nach innen und auch Trochowski ging nicht außen an seinen Gegenspielern vorbei, sondern immer wieder nach innen. Schade, dass Atouba 80 Minuten nur auf der Bank saß. Ich gehe davon aus, dass er aufgrund seiner Grippe vor 10 Tagen und inzwischen schon wieder 2 absolvierten Spielen kräftemäßig nicht in der Lage war, die 90 Minuten durch zu spielen. Er hätte sicher mit seinen Tricks das eine oder andere Mal die Cottbuser Abwehr aufgerissen und in Verlegenheit gebracht. Dann wäre vielleicht auch Herr Tremmel mal machtlos gewesen.  

 

 

05.12.2007

 

 

Dinamo Zagreb

-

Hamburger SV

 

 

 

Bericht vom 2:0 - Auswärtssieg

beim UEFA-Cup-Spiel in Zagreb am 05.12.2007

 

Drei Punkte von Zagreb haben ihr Gewicht!!!

 

 

Aus diesem Grund waren wir auch mit drei Mann von der „Totalen Offensive“ in Zagreb. Irgendwie mussten die geholten Punkte doch nach Hamburg gebracht werden. Torsten, Steffen und ich waren live dabei. Ich fuhr bereits nach dem Werder-Spiel weiter nach Dortmund, um von dort aus am Sonntagmorgen nach Zagreb zu fliegen.

 

Am Montag und Dienstag war ich allein in Zagreb auf Entdeckungstour. Der erste Gang, ganz klar zum Stadion. Von außen sah es noch einigermaßen aus, aber von innen? Die reinste Bruchbude. Dazu kam noch, dass die Zuschauerränge weit vom Spielfeld entfernt sind und die untersten Plätze erst in einer Höhe von ca. 15 m beginnen. Zagreb selbst ist eine sehr saubere Stadt, die allerdings nur im Stadtkern Sehenswertes zu bieten hat. Außerhalb davon sind die Häuser stark verwittert, der Putz war teilweise von den Wänden abgefallen.

 

Am Mittwoch holte ich Torsten und Steffen vom Busbahnhof ab, an dem der Flughafenbus ankam. Nachdem sich beide in Zagreb akklimatisiert hatten, ging es abends zum Spiel.  Am Hauptbahnhof, von dort fuhr die Straßenbahn direkt zum Stadion, machte uns die Polizei darauf aufmerksam, dass sich schon einige vom Dinamo-Fanclub „BAD BLUE BOYS“ für uns interessierten. Dieser so genannte Fanclub legt sich gern mit gegnerischen Fans an. Nach ca. 10 Minuten gab uns die Polizei grünes Licht und wir konnten ohne Probleme zum Stadion fahren.

 

Etwa 800 HSVer waren mitgereist, haben allerdings kein berauschendes Spiel gesehen. Für mich war in erster Linie wichtig, 1 Punkt zu holen, um dann die Möglichkeit zu haben, im letzten Spiel den Gruppensieg klar zu machen. Trotz der fanatischen Fans von Dinamo, die allerdings schnell ziemlich ruhig wurden, geriet unsere Mannschaft fast nie in größere Schwierigkeiten. Während des Spiels zündeten die Dinamo-Fans mehrfach rote Bengalos, die sie in kurzer Entfernung zu Frank Rost warfen. Mir schien, dass das Abbrennen des Pyro-Feuerwerks nicht unbedingt mit dem eher mäßigen Spiel zu tun hatte. Aber offenbar wollten die kroatischen Fans die Bengalos so kurz vor Silvester auch nicht wieder mit nach Hause nehmen.

 

Am Ende des Spiels, als sich fast alle schon mit einem 0:0 abgefunden hatten, fielen dann doch noch 2 Tore für uns. Nach dem Spiel fingen die „BAD BLUE BOYS“ plötzlich an, Stimmung zu machen. Feiert man hier nur bei Niederlagen? Ihnen sei es gegönnt. Nach dem Spiel wurden die HSV-Fans von der Polizei in Richtung ihrer Busse geleitet. Die meisten flogen schon am frühen Morgen wieder zurück. Somit gab es keine Zusammenstöße mit den „BAD BLUE BOYS“. Da wir aber zu unserer Unterkunft mussten und wir auch erst sehr viel später nach Deutschland zurückgeflogen sind, waren wir eine gute halbe Stunde nach Spielende zu dritt am Stadionausgang. Die große Masse der Dinamo-Fans war zu dem Zeitpunkt nicht mehr im Stadionbereich zu sehen. Dennoch mussten wir mit der Straßenbahn quer durch die Stadt zurück zu unserer Unterkunft. In der Kälte haben wir etwa 45 Minuten warten müssen, bis endlich unsere Straßenbahn kam. In unmittelbarer Nähe warteten auch Dinamo-Fans, von denen wir nicht wussten, wie sie nach der Niederlage reagieren würden.

 

Ca. 2 km bevor wir aussteigen mussten, hatte der Straßenbahnführer gehalten, die Schilder mit der Angabe der Endhaltsstelle eingesammelt und plötzlich die Route geändert: Er bog nach rechts statt nach links ab. Zum Glück kannte ich mich schon ein wenig in Zagreb aus und merkte es. Irgendwie waren wir dann doch kurz nach Mitternacht im Bett. Nachdem wir am Donnerstag richtig ausgeschlafen hatten, wollten Torsten und Steffen natürlich etwas von der Stadt sehen und so wurde dieser Tag dafür genutzt.

 

Am Freitagmittag ging es dann Richtung Heimat. Schließlich wollten wir am Sonnabend beim Cottbus-Spiel wieder dabei sein. Während ich nach Dortmund flog und mit dem Zug nach Hamburg fuhr, nahmen Torsten und Steffen den Flieger nach Stuttgart. Dort besuchten sie noch den christlichen VfB-Fanclub „Stuttgarter CVJM-Buaben“. Nachdem sie gemütlich miteinander Zeit verbrachten und gegenseitig die neuesten Entwicklungen in ihren Fanclubs austauschten, gab es noch ein Foto-shooting und ein Tischkickermatch. Vielen Dank an Benjamin und seine Kumpels für die spontane Gastfreundschaft. Es hat uns sehr gut bei Euch gefallen und wir freuen uns auf ein Wiedersehen Anfang April 2008!

 

Auf der Rückfahrt mit der Bahn nach Hamburg stiegen zahlreiche St. Pauli-Fans in Köln in den Zug, die von ihrem Auswärtsspiel in Aachen kamen. Bereits vom Bahnsteig hatten sie unsere HSV-Fanclub-Fahne gesehen und laut pöbelnd versucht, Torsten und Steffen ausfindig zu machen.

 

Torsten und Steffen waren Jesus sehr dankbar, dass Er ihnen trotz der zahlenmäßigen Übermacht der St. Pauli-Fans inneren Frieden in dieser heiklen Situation geschenkt hat und es keine Ausschreitungen gab, sondern lediglich bei verbalen Ankündigungen blieb.

 

Ach so, alle 3 Punkte aus Zagreb sind gut in Hamburg angekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29.11.2007

 

 

Hamburger SV

-

Stade Rennes 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Heute schon in die nächste Runde?

 

Heute, schon am 2. Spieltag, können wir mit einem Sieg und dem entsprechendem Ergebnis des anderen Spiels in dieser Gruppe, schon die nächste Runde im UEFA-Cup erreichen. Stade Rennes ist zurzeit in Frankreich im oberen Drittel angesiedelt, aber in Europa sind sie noch nie groß in Erscheinung getreten. Das alles ist zwar keine Garantie für einen Sieg, trotzdem sollte unsere Mannschaft nicht zu sehr an das nächste sehr wichtige Spiel in Bremen denken und Stade Rennen geschlagen nach hause schicken.  

 

So habe ich mir den französischen Fußball nicht vorgestellt. Unsere Mannschaft (ohne Atouba und Jarolim) spielte nur mit angezogener Handbremse und trotzdem hatte Stade Rennes nichts zu bestellen. Das 1:0 fiel nach einem Abwehrfehler, den Olic ausnutzte und uneigennützig auf den besser postierten van der Vaart auflegte, der dann ohne Probleme verwandelte. In der 2. Halbzeit das gleiche Bild: Stade Rennes hatte nichts, aber auch gar nichts zu bieten. Unsere Mannschaft fing an, langsam einzuschlafen, wahrscheinlich steckte auch das Werder-Spiel in 43 Stunden in den Köpfen unserer Spieler. Vereinzelte Pfiffe Mitte der 2. Halbzeit machten unsere Spieler wieder etwas munterer. Am Ende gab es einen hochverdienten 3:0 - Sieg und die Gruppenphase ist so gut wie überstanden. Allerdings wollen wir auch am Ende Gruppen-Erster werden, weil dann in der nächsten Runde höchstwahrscheinlich ein etwas leichterer Gegner uns zugelost wird. Zum Schluss noch ein Wort zum englischen Schiedsrichter: Den Franzosen pfiff er regelmäßig den Vorteil weg und gegen uns regelmäßig fair geführte Zweikämpfe ab, die ein Engländer normalerweise niemals abpfeifen würde. Mir kam es so vor, als ob er in England bisher nur in der Damenliga gepfiffen hat.   

 

 

25.11.2007

 

Hamburger SV

-

Hansa Rostock 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Dran bleiben !

 

Wir alle hoffen, dass wir noch lange ganz eng an den Bayern dranbleiben oder sogar an Ihnen vorbei ziehen. Auf Grund der vielen hervorragenden Spieler bin ich zwar der Auffassung, dass die Bayern am Ende oben stehen, aber wir wollen auch dabei sein. Im Moment ist die Situation für uns optimal und mit einem Sieg gegen Hansa wird es zunächst auch so bleiben. Ein bisschen Glück und wir können  sogar Tabellenführer werden. Da unsere Mannschaft in den letzten 2 Monaten überzeugt hat, sollte es heute auch so sein und mit 3 Punkten klappen.

 

Ich war schon überrascht, dass Hansa mindestens 60 Minuten ganz gut mithalten konnte. Durch ihre Angriffsschwäche, nur Cottbus und Duisburg erzielten weniger Tore, blieben sie jedoch recht harmlos. Im Gegensatz zur letzten Saison können wir dagegen mit unseren Angriffsleistungen recht zufrieden sein. Selbst wenn Guerrero ausfällt gibt es keine Probleme. Und so fiel auch schon bald das 1:0. Nach der Pause das gleiche Bild: Hansa blieb in ihren Angriffsbemühungen harmlos. Irgendwie erinnerte mich dieses Spiel an unser Pokalspiel gegen Freiburg. Nach dem 2:0 war Hansa im Sack und ihr Widerstand war gebrochen. Endlich mal ein Spiel, bei dem man nicht bis zum Schluss um den Sieg zittern musste.

 

 

03.11.2007

 

Hamburger SV

-

Hertha BSC 

2

 

1

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Das Ende der Seuche !!!

 

Wir können uns alle noch sehr gut an die letzte Saison erinnern: Viele, viele Verletzte, etliche Benachteiligungen durch Schiedsrichter und viele Punkte verloren, durch unerklärliche Geschehnisse auf dem Spielfeld. Diese Seuche endete Anfang Februar nach dem Spiel unserer Mannschaft in Berlin. Lange hatten wir mit 1:0 geführt, ca. 10 Minuten vor Schluss das 1:1 und dann in der 90. Minute einfach aus 30 m abgezogen und der Ball schlug im Winkel unseres Tores ein. Unfassbar, was zu diesem Zeitpunkt alles schief lief. Aber danach veränderte sich einiges. Wir sind zwar nicht unschlagbar und verlieren hin und wieder ein Spiel, aber nicht mehr auf solche Art und Weise. Inzwischen stehen wir in der Tabelle auf dem 2. Platz und durch die anhaltenden Erfolge sollten wir stark genug sein und das nötige Selbstbewusst haben, um Hertha zu schlagen.  

 

Das Spiel begann für uns optimal, schon in der 4. Minute das 1:0 durch Guerrero. Danach haben wir das Spielgeschehen bis kurz vor der Halbzeit klar beherrscht, Unterkante Latte und Innenpfosten lassen grüssen. Unsere Mannschaft spielte hervorragend und von den Berlinern war gar nichts zu sehen. Man hatte den Eindruck, sie waren nur auf dem Platz, weil zu einem Fußballspiel 22 Spieler gebraucht werden. Nach der Pause änderte sich das Geschehen allerdings, Hertha wollte auf einmal Tore schießen.

Bevor unsere Mannschaft sich von dem ungewohnten Druck befreien konnte stand es schon 1:1. Nach dem Ausgleich kam unsere Mannschaft zu einem leichten Übergewicht und durch unser neues „Kopfballungeheuer“ Bastian Reinhardt zum 2:1. In der 2. Hälfte haben wir ein spannendes und gutes Spiel gesehen, das wir auf Grund der Überlegenheit in der ersten Hälfte hoch verdient gewonnen haben. Trotz der letzten erfolgreichen Wochen sollten wir bei unserer eigentlichen Zielsetzung Platz 1 - 6 bleiben.

 

31.10.2007

 

 

Hamburger SV

-

SC Freiburg 

3

 

1

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Endlich mal wieder nach Berlin?

 

In den letzten 10 Jahren haben wir im DFB – Pokal nur sehr selten die 2. Runde überstanden. Zuhause gegen Zweitligist SC Freiburg, der allerdings auf einen Aufstiegsplatz steht, sollte dies aber endlich mal wieder gelingen. Unsere Mannschaft hatte in den letzten Wochen Konstanz bewiesen, und auch Ausfälle wichtiger Spieler wurden ohne große Probleme verkraftet. Alles andere als ein Sieg wäre eine riesige Enttäuschung. 

 

Es lief fast alles nach Plan, die nächste Runde ist erreicht. Obwohl Freiburg spielerisch sehr stark war, haben wir uns doch ohne größere Probleme durchsetzen können. Dies lag in erster Linie an der Harmlosigkeit der Freiburger im Angriff, die dadurch ihre spielerische Klasse nicht in Erfolg (Tore) umsetzen konnten. Außerplanmäßig war jedoch das 0:1, aber Trochowski sorgte mit dem schnellen Ausgleich dafür, dass keine Unruhe entstehen konnte. Nach der Halbzeit das gleiche Bild, Freiburg spielstark, aber unsere Abwehr hatte ihre Angreifer fest im Griff. Auch nach dem 2:1, das ja erst in der

90. Minute auf 3:1 ausgebaut wurde, konnte man entspannt das gute Pokalspiel genießen, ohne sich große Sorgen machen zu müssen. Dies ist nicht immer so gewesen. Ich kann mich an etliche Spiele erinnern, bei denen wir am Schluss des Spiels bei einem Ein-Tor-Vorsprung ganz schön zittern mussten. Erfreulich ist ebenfalls, Guerrero und van der Vaart haben ihre Verletzungen auskuriert.  

 

20.10.2007

 

Hamburger SV

-

VfB Stuttgart 

 

 

Die Kolumne zum Spiel: 3 Punkte gegen den Meister?

 

Wenn man vor dem Spiel auf die Tabelle schaut, ein klares „ja“. Bei den Stuttgartern läuft es in dieser Saison nicht besonders gut, wir dagegen können ganz zufrieden sein. Letzte Saison hatten die Stuttgarter besonders zum Ende hin über Ihre Verhältnisse gespielt und das nötige Glück gehabt. Dadurch bekam Stuttgart das nötige Selbstbewusstsein, das erforderlich ist, um Deutscher Meister zu werden. Diese Saison spielen Sie bisher unter ihren Möglichkeiten und das Glück fehlt ihnen auch. Ich hoffe, das bleibt auch am 20.10.2007 so.

 

Klarer Sieg, da von Beginn an unsere Mannschaft das Kommando übernahm. Es wurde der erforderliche Druck auf den Gegner ausgeübt, und die Stuttgarter waren unsrer Mannschaft zu keiner Zeit gewachsen. In der Abwehr gab es bei ihnen einige Lücken, die insbesondere Olic mit seinem Hattrick, aber auch Zidan und Jarolim, die ihn fantastisch frei spielten, ausnutzten. Nach der Pause ging es zunächst so weiter. Ausgerechnet Mathijsen sorgte mit seinem 1. Tor für den HSV für unseren 2.500 Treffer in der Bundesliga. In „HSV Live“ wurde mal darauf spekuliert, macht es Juri oder ein anderer. Nach dem 4:0 wechselte unser Trainer den „Ackerer“ und 3 fachen Torschützen Olic aus, um ihn für das UEFA-Cupspiel am nächsten Donnerstag in Bergen/Norwegen zu schonen. Nachdem dann auch noch unser nächster „Ackergaul“ Jarolim geschont wurde, dachte jeder das war´s für heute, denn in den nächsten Wochen stehen noch etliche schwierige Aufgaben bevor. Unsere jungen Wilden Choupo-Moting und Sam hatten aber keine Lust auf gemütlichen Fußball und mischten die Stuttgarter weiter mächtig auf, auch wenn uns kein Tor mehr gelang und die Stuttgarter zum Ehrentreffer kamen.

 

 

  

 

04.10.2007

 

 

Hamburger SV

-

Litex Lovetch

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Heute winkt die Gruppenphase

 

Den meisten Fußballfans geht es sicher wie mir: Gefühlsmäßig fängt der UEFA-Cup erst mit der Gruppenphase an, und die wollen wir erreichen. Lovetch gehört mit Sicherheit nicht zu den Top-Mannschaften Europas, eine schwache Leistung reichte bereits in Lovetch aus, um glücklich mit 1:0 zu gewinnen. Allein aus diesem Grund wäre alles andere als das Erreichen der Gruppenphase eine riesige Enttäuschung. In den letzten beiden Spielen war unsere Mannschaft sehr gut drauf. Bei einer entsprechenden Einstellung sollte ein Weiterkommen ohne große Probleme klappen.

 

Wie erwartet haben wir die Gruppenphase sicher erreicht. Unsere Mannschaft war von Beginn des Spiels darauf bedacht, möglichst viel Kraft für das 2 Tage später stattfindende Spiel in Bielefeld zu sparen. Dies war absolut sinnvoll, denn wir waren auch so die klar überlegende Mannschaft. Dann aber der Schock. Das 1:0 für Lovetch kam total überraschend. Ein zweites Tor für Lovetch und wir hätten ein echtes Problem bekommen, selbst bei einem 1:2 wären wir ausgeschieden. Dazu kam es dann aber Gott sei Dank nicht. Guerrero, der inzwischen zu dem Torjäger geworden ist, von dem wir uns dies schon in der letzten Saison erhofft haben, sorgte schnell mit seinen beiden Toren für die richtigen Verhältnisse auf der Anzeigetafel. Man hatte kaum noch das Gefühl, hier kann noch was schief gehen. Nach dem 3:1 war dann endgültig alles klar. Die Gruppenphase ist erreicht und wir dürfen uns weiter auf internationale Gegner und interessante Spiele freuen.

 

 

 

29.09.2007

 

Hamburger SV

-

VfL Wolfsburg 

2

 

2

 

 

Die Kolumne zum Spiel: Gibt es zum Geburtstag Geschenke?

 

Was war denn los gegen Dortmund? Da passte ja gar nichts.

     1.) Wir haben auswärts gewonnen

     2.) Wir haben mehr als ein Tor erzielt

     3.) Wir haben sehr gut gespielt.

Durch diesen Sieg sind wir wieder in der Spitzengruppe angekommen. Gegen Wolfsburg geht es an unserem 120. Geburtstag darum, den Platz dort oben zu festigen. Gerade gegen Wolfsburg haben wir uns oft sehr schwer getan, und auch heute wird es nicht einfach werden, denn Wolfsburg besitzt meiner Meinung nach eine sehr starke Mannschaft. Wenn sich die fast komplett neue Mannschaft gefunden hat, wird sie einiges in der Liga bewegen. Ich hoffe, dass sich das mit dem finden noch bis nach dem 29.09.07 hinzieht, obwohl einige Anzeichen schon erkennbar sind. Sollte nur ein Teil der Leistung, wie gegen Dortmund, abgerufen werden können, müsste ein Sieg gelingen.

 

Leider war das nicht so. Die Leistung von Dortmund konnte zum Teil wiederholt werden, aber Wolfsburg hatte die Geschenke zum Geburtstag einfach vergessen. Insbesondere in der 1. Halbzeit hätten wir mehr als nur ein Tor erzielen müssen, heraus gespielte Gelegenheiten gab es genug. In der 2. Halbzeit setzte Wolfsburg einige sehr gefährliche Konter, einer davon führte zum Ausgleich durch einen Elfmeter. Unbeeindruckt machte unsere Mannschaft weiter und erzielte das 2:1 zur erneuten Führung. Leider haben wir uns dann zum Ende das Spiel der Wolfsburger aufzwingen lassen und waren nur auf Konter bedacht. Einer davon, in der 87. Minute, hätte durchaus zum 3:1 führen können, aber Trochowskis Abspiel war so ungenau, dass der Gegner in Ballbesitz kam und daraus den 2:2-Endstand machte. Einige Male hatte der Schiri aus München nicht den rechten Durchblick, aber daran hat es nicht gelegen, dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hatte.

 

 

 

 

22.09.2007

 

Hamburger SV

-

1.FC Nürnberg 

1

 

0

 

 

Die Kolumne zum Spiel: mal gut – mal schlecht

 

Irgendwie habe ich mir diese neue Saison anders vorgestellt, regelmäßig folgen auf gute Spiele (Hannover – Leverkusen – Bayern) schlechte Spiele (Bochum – Frankfurt). Im Gegensatz zur letzten Saison haben wir allerdings schon zwei Spiele gewonnen, bemerkenswert dabei, bis auf Hannover waren wir auswärts pfui und zu Hause hui, wie auch bei unseren internationalen Spielen. Heute sollten also wieder ein Sieg und ein gutes Spiel dran sein. Auch der auf einem Abstiegsplatz stehende Pokalsieger hatte sich den Saisonbeginn sicher anders vorgestellt. Statt den Aufschwung der letzten Saison weiter fortführen zu können, gab es einige Rückschläge und ich hoffe, dass bleibt auch heute so.    

 

Gewonnen haben wir zwar, aber nicht überzeugt. Schon nach wenigen Minuten deutete sich an, dass beide Mannschaften kein gutes Spiel abliefern würden. In der 8. Minute gab es zwar eine gute Möglichkeit: Nach Flanke van der Vaart köpfte Olic nur knapp am Tor vorbei. In der 40. Minute verpasste Guerrero noch mal knapp, dass war es dann aber auch schon. Nach der Pause fiel das schnelle 1:0 und auf einmal wurde schneller und mehr gelaufen, so dass endlich das Spiel zustande kam, das sich alle gewünscht hatten. Inzwischen besann man sich allerdings auch auf Nürnberger Seite, dass mit gemütlichem Fußballspiel kein Blumentopf zu gewinnen ist und unsere Mannschaft wurde mehr und mehr in Verlegenheit gebracht. In der 68 Minute konnte Frank Rost einen Kopfball aus 5 Metern gerade noch über die Latte lenken. Leider war unser gutes Spiel nach dem 1:0 schon nach 5 bis 10 Minuten wieder beendet – weshalb bloß? 

 

02.09.2007

 

Hamburger SV

-

Bayern München